Die 4. Woche

Welpen BlogTraurige Tage liegen hinter uns. Am Ende haben uns 3 Tierärzte einhellig bestätigt, was Liese schon vom ersten Tag an wußte. Unsere Mühe war aussichtslos und Purzel wacht nun von der anderen Seite über seine Brüder. Irgendwann werde ich darüber schreiben können, im Moment treibt mir der bloße Gedanke heiße Tränen in die Augen.

 

QuarkmilchDie drei Jungs sind fit und gesund. Sie haben die ersten Fütterungen erfolgreich in der ganzen Wurfkiste verteilt. Inzwischen können sie aber schon sehr manierlich aus einem gemeinsamen Schüsselchen futtern.

Jetzt freuen sich auf die ersten Ausflüge in der 5. Woche.

Schlaraffenland

 

G3 G2 G4Die dritte Woche liegt hinter uns und hat sich ganz nach Lehrbuch als Übergangswoche gezeigt. Gleich zu Beginn bekommen die Welpen ihre erste Wurmkur. Warum das KUR heißt, konnte ich den Zwergen nicht vermitteln. Sie haben sich ganz ordentlich gesträubt und geschüttelt. Eigentlich ist das ziemlich schade: Das erste, was ihnen Menschen ins Mäulchen stopfen, ist so ein ekliges Zeug. Zum Ende der dritten Woche haben sie mir bestimmt verziehen, denn da gab es den ersten Tatar. Zwischen diesen beiden oralen Großereignissen plätscherte die dritte Woche so vor sich hin … und die Welpen plätscherten auch endlich ohne fremde Hilfe ganze Sturzbäche in die weißen Vetbettchen.

An dieser Stelle muß ich einfach mal die liebe Liese loben. Sie hat nicht nur Sahne in der Milch, sondern auch unendliche Mengen davon. Die Welpen docken an, stellen ein Vakuum her und schlucken ab dann nur noch – ohne Milchtritt und Theater. Nach 5 Minuten fallen sie satt zur Seite und schlafen. So ähnlich stelle ich mir das Schlaraffenland vor, wo Milch und Honig fließen! Die Jungs haben wieder jeder 500g zugenommen, die Trico’s etwas mehr, und es gab keinen Grund zum Zufüttern! Aber wer will schon ewig nur Milch? Den Tatar haben die Herren gnädig zur Kenntnis genommen. Hunger und Gier sehen anders aus, aber wenigstens haben sie mal genascht. Liese hat die ‚Reste‘ mit deutlich mehr Freude verschlungen.

Etwa in der Mitte dieser Übergangswoche merkt man, daß die Welpen auf Licht und Geräusche reagieren. Sie werden schnell wach und machen sich auf den Weg zur Milchbar. Dabei starten sie erste Versuche, ihre Beinchen zu nutzen und rutschen nicht nur auf dem Bauch. …. und eines Morgens sind aus den hilflosen Meerschweinchen richtige kleine Hunde geworden! Spätestens jetzt werden wir Liese entlasten, denn soviel Action kostet Kraft und damit Nahrung. Die Jungs nehmen seit gestern ihre Portion Quarkmilch gerne, bevor sie bei Mama Nachtrinken gehen. Fotos aus der Zeit davor habe ich weg getan. Es gibt nichts schöneres, als spielende Welpen. Auch wenn es nur wenige Minuten nach den Mahlzeiten sind, dieses Welpenkino ist herrlich. Also – Vorhang auf:

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Schau mir ….

…. in die Augen, Kleiner!

Die zweite Woche ist die nahtlose Fortsetzung der ersten. Alle Routinen sitzen, die Zwerge nehmen brav zu und wir Menschen wechseln die Decken! Dabei steigt die Spannung, wann sich die Augen öffnen und vor allem, welche Augenfarbe die beiden BlueMerles haben werden. Möglich sind ja nicht nur dunkelbraun, sondern auch ein oder zwei blaue Augen. Bei den Liaison-Collies gibt es noch eine weitere Variante: Ab dem A-Wurf haben die Blue-Merle alle einen kleinen blauen Sprenkel in einem der beiden schönen dunklen Augen. Keine Regel ohne Ausnahme, also sind wir neugierig und ein bißchen ungeduldig.

Pünktlich zum Ende der zweiten Woche haben die Jungs das erste Licht in ihr Leben gelassen. In winzigen Pünktchen blitzte das reflektierte Licht zwischen den Augenlidern. Einen Tag später waren die Augen dann tatsächlich geöffnet. Jetzt können die Welpen schon Hell und Dunkel unterscheiden. Allerdings sind die Pupillen noch so groß, daß die Farbe der Iris weiter ihr Geheimnis bleibt. Manchmal gelingt es, auf Nahaufnahmen mehr zu erkennen, als am Original. Dieses Mal wohl nicht, aber ich lade Euch ein, mit zu raten …. deshalb gibt es heute die ersten Augenblicke aus einer insgesamt unspektakulären Fotosession.

Für die Statistiker noch kurz: Alle Vier haben die Marke von 1.000g erreicht und damit ihr Geburtsgewicht bereits verdreifacht.

Freuen wir uns auf die nächste Woche, wenn sie laufen lernen und spielen!

Pfundskerle

VolltankenDie erste Woche ist wie im Flug vergangen! Mama Liese, die vier Jungs und wir haben uns schnell von der aufregenden Geburt erholt und zu neuen Routinen gefunden. Die vier Jungs haben sich mit Trinken und Schlafen beschäftigt, Liese mit Stillen und Fressen. Für uns blieb nur Putzen übrig: regelmäßig die Decken wechseln und natürlich die Gewichtszunahmen kontrollieren.

Da wir beide Zahlenmenschen sind, haben wir aufwendige Statistiken erstellt und mit vorangegangenen Würfen verglichen. Am ähnlichsten erschien uns der C-Wurf, auch vier stramme Jungs und ein nettes Mädchen dabei. Dabei ergab sich, daß Liese deutlich mehr Milch pro Tag produziert, obwohl sich ein Welpe weniger um die Nahrung bemühen muß. Es war also völlig logisch, daß die BoyGroup bereits am 7. Tag ihre Geburtsgewichte verdoppeln konnte, statt erst um den 10. Tag. Für alle, die Statistik nicht so mögen: Die Jungs wachsen und gedeihen wirklich prächtig! Mit deutlich mehr als 500g Gewicht nach einer Woche sind sie also richtige Pfundskerle!

AlleBilder aus der ersten Woche zeigen dann alle mehr oder weniger das gleiche: vier fleißige Welpen an der Milchbar, oder eben vier schlafende Welpen. Damit ich trotzdem etwas zeigen kann, hat der Elefant wieder einen Job beim Fotoshooting übernommen und es gibt Einzelbilder. Dabei muß ich gleich gestehen, daß sie noch keine Namen haben und mit G1 bis G4 in der Reihenfolge ihrer Geburt genannt werden.

Als erster durfte also G1 alleine mit dem Elefanten kuscheln. Er hat sich und sein interessantes Gesicht gut präsentiert. Wir sind sehr neugierig, wie er als erwachsener Rüde aussehen wird.

Der zweite Rüde ist mit 60g mehr als seine Brüder ins Leben gestartet und hat diese Führung nie abgegeben. Er ist sehr kräftig und agil. Einfach nur rumliegen kam für ihn überhaupt nicht in Frage!

Sein Zwilling G3 ist um einiges gemütlicher und dementsprechend leichter zu fotografieren. Sein breiter Kragen erinnert mich an Ying/Yang und wirkt sehr apart.

Der vierte und letzte Welpe im Wurf fühlt sich mit dem ersten sehr verbunden. Die beiden blauen Jungs liegen oft beieinander und sogar die täglichen Gewichte gleichen sich oft aufs Gramm. Er ist der ruhigste Welpe im Wurf.

Die erste Woche war ein voller Erfolg und die BoyGroup schlummert jetzt der zweiten Woche entgegen!

3 Graue

Vatertag

Nr 1

Nummer 1

Wer konnte ahnen, daß die Züchter-Geduld dieses Mal auf eine besonders schwere Probe gestellt werden würde. Bis zum 66. Tag der Trächtigkeit hat uns Liese warten lassen. Die 4 Jungs fanden es offensichtlich passend, am Vatertag das Licht der Welt zu erblicken, freundlicherweise dann auch tatsächlich um die Mittagszeit und nicht in tiefster Nacht.

Der erste Welpe hatte es, wie immer, nicht ganz so leicht und bereitete den Weg für alle Geschwister. Mit seinen 300g Geburtsgewicht hat Nr. 1 auch ordentlich für freie Bahn gesorgt. Nur 20 Minuten später drängelten sich seine beiden schwarzen Brüder quasi Hand in Hand – im Abstand von nur 5 Minuten – ins Leben. Sie überraschten uns mit 362g (Nr. 2) und 312g (Nr. 3). Das Kleeblatt komplett machte eine Stunde später Nr. 4. Er ist tatsächlich der Leichteste im Wurf mit stolzen 292g Geburtsgewicht.

Wo Liese die 1.300g Geburtsgewichte plus übliche Zutaten versteckt hatte, wird sie uns nicht verraten. Wir sind auf jeden Fall sehr stolz auf unser Mädchen und ihre 4 ersten Welpen. Die haben sich auch sofort agil und hungrig auf die gefüllte Milchbar gestürzt und in ihren zwei ersten Lebenstagen schon jeder mehr als 50g zugenommen! Mehr kann man sich als Züchter zum Vatertag wirklich nicht wünschen!

2.Tag

Geduld

G-WurfEs ist mal wieder soweit: Des Züchters größte Tugend ist gefragt – Geduld.

Liese schaukelt ihre Welpen recht behäbig durch die Gegend und frißt sich um den Verstand. In schlauen Büchern steht, daß man schon eine Woche vorher die Hündin mit der Wurfkiste vertraut machen soll. Lieschen wirkte sehr irritiert, als sie den Ort ihrer eigenen Geburt plötzlich wieder vorfand. In der Erinnerung wirkt wohl alles etwas größer!

Lucie dagegen war sofort zu Hause. Sie war drei Mal und immer mit Freude Mama und ist sofort in die Kiste eingezogen. Nun wärmt sie ihren Lieblingsplatz schon mal vor für ihre Tochter.

Die letzte Nacht hat nun auch Liese in der Wurfkiste verbracht und die Anzeichen stehen auf …. Geduld!

 

Szilvásvárad Hund & Pferd

EhrenringDiese Show hat einen Beitrag unabhängig von unseren Erfolgen verdient! Es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar Tage Urlaub dafür einzuplanen. Szilvásvárad liegt am Rand des Bükk-Nationalparks im Nordosten von Ungarn, unweit der slowakischen Grenze. Der Nationalpark ist ein leicht bergiges Waldgebiet und gerade im Frühjahr mit dem frisch leuchtenden Grün ein herrlicher Platz zur Erholung. Hier wurden auch heiße Quellen entdeckt und in Thermalbädern nutzbar gemacht. An jedem zweiten Haus bietet ein Schild „Zimmer frei“ (wirklich auf deutsch) eine gute Unterkunft. Vom Ort selber haben wir keine Fotos gemacht. Dank der Show war es überall voller Autos und Hunde!

Pferd3

Die Show fand im Lovas-Stadion statt, dem Zuhause der Lipizzaner. Diese wunderschönen Pferde zeigten auch ein tolles Programm im Ehrenring während der Ausstellung. Der Ehrenring hatte zusätzlich zur transportablen Tribüne an der gegenüberliegenden Seite eine große Videowand und bot so jedem Besucher gute Sicht auf die Ereignisse dort.

 

 

 

Das Stadion hat einen großen Parkplatz und auch einen separaten Teil für Campingfahrzeuge. Für die übrigen lohnte sich frühes Erscheinen. Bis etwa 8 Uhr morgens kamen alle noch auf dem Parkplatz vor dem Stadion unter. Danach wurde der Weg etwas weiter und die Letzten parkten am Ortseingangsschild! Besonders am ersten Tag, als noch viel kontrolliert wurde und die Helfer noch nicht genug Routine hatten, kam es zu langen Wartezeiten in der Autoschlange.

 

Im Stadion selbst erwarteten uns dann 34 Ringe, alle unter freiem Himmel, manche mit Gras, andere mit Teppich auf Betonboden. Der Rasen im gesamten Stadion war gleichmäßig kurz gemäht, sehr weich und ohne Stolperbüschel. Die Ringe waren etwas klein, wenn man Gangwerk zeigen muß oder möchte. Für die Aussteller waren 3 riesige Zelte aufgebaut, unter denen man sich vor der prallen Sonne schützen konnte oder in unserem Fall auch einen Gewitterregen trocken überstand. Die Blitze blieben in den umliegenden Bergen, der Regen überschüttete das Gelände mit mehr Wasser, als der Boden aufnehmen konnte. Unter diesen Großzelten war das Aufbauen von Ausstellerzelten verboten. Es gab aber reichlich Platz dafür außerhalb und um die Ringe.

 

Das Regenwasser vom ersten Nachmittag stand auch am folgenden Ausstellungstag noch auf dem Platz. Man versank förmlich im Boden und wir haben unsere Hunde der weißen Füße wegen zum Ring getragen. Ob solche Sintfluten dort häufiger auftreten, wissen wir natürlich nicht. Zu empfehlen sind reichlich Handtücher und Papier, um in jedem Fall gewappnet zu sein.

EssenSelbstverständlich gab es auch jede Menge Verkaufsstände und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Einen kleinen Kaffee gab es schon für 300 Forint (= 1 Euro). Eigentlich fotografiere ich nie mein Essen. Für Pörkölt mit Tarhonya habe ich eine Ausnahme gemacht. Man sollte es aber besser in einem Restaurant bestellen. Dort ist die Qualität für 3.000 HUF jedenfalls deutlich besser!

 

Zelt3Zur Show muß man mit entspannten Hunden anreisen. In Ungarn wird bis unmittelbar vor dem Auftritt im Ring an allen Ecken und Enden gefönt. Das ist selbst mir teilweise zu viel Geräusch geworden. Ganz selbstverständlich wurde dort nicht nur gebürstet, sondern regelrecht gegroomt, also alle Arten Spray und Puder und das letzte Härchen wurde schnell in Form effiliert. Yorkies wurden sogar vor Ort noch gebadet! Auch in Ungarn setzen sich mehr und mehr professionelle HandlerInnen durch. Man erkennt sie an ihrer tollen Figur und den bunten Kostümen, auch die Herren sind überwiegend klein, schlank und bunt. Ich bleibe dabei:

Ich bin ein Breeder, kein Performer! … und außerdem würde ich in diesem Flitter lächerlich aussehen!

Das es bald los geht, erkennt man nicht unbedingt an der Uhrzeit. Der Beginn des Richtens am ersten Tag war eine Stunde später als vorgesehen, vermutlich um den vielen Ausstellern, die draußen noch im Auto Schlange standen, eine Chance zu geben. Los geht es, wenn die angenehme Rockmusik rund um den Ehrenring abgeschaltet wird und statt dessen die Nationalhymne ertönt. Die Ungarn stellen dann kurz das Groomen ein und stehen für diese Momente still und ehrerbietig. Das kannten wir schon aus Szombathely und waren nicht überrascht. Wir standen auch artig still und weil keiner mitgesungen hat, sind wir nicht aufgefallen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache erschienen dann endlich die Richter im Ring und es ging los!

 

Pferd1

Hungarian Champion

WappenUm nationaler Champion in Ungarn zu werden, braucht man 4 ungarische CAC von mindestens 3 verschiedenen Richtern. Davon müssen 2 CAC auf einer internationalen Schau erworben werden. Zwischen dem ersten und dem letzten CAC müssen 1 Jahr und 1 Tag liegen. Ein CAC ist eine Anwartschaft auf den nationalen Championtitel. Diese erhält der mit Exzellent bewertete Gewinner der Zwischenklasse, der Offenen Klasse und der Championklasse. Das klingt im ersten Lesen nicht schwieriger, als anderswo. Allerdings hat Ungarn eine große und namhafte Collieszene. Ohne wertende Reihenfolge nenne ich auch in Deutschland bekannte Zwinger wie Nyitramenti, Rineweld, Dragon Gold, Prince of Sunlight, Benedister …. und sie waren alle auch in Szilvásvárad! Der ungarische Titel ist keiner, den man mit einem guten Hund und etwas Glück im Vorbeigehen mitnehmen kann.

LänderIn Szilvásvárad findet alle 2 Jahre eine besondere Show statt. Im Stadion der Lipizzaner werden 3 große internationale Ausstellungen an 3 Tagen hintereinander ausgerichtet. Wer an jedem dieser 3 Tage ein CAC gewinnt,  erhält den Titel Ungarischer Champion. Dieser besondere Anreiz lockte in diesem Jahr nicht nur ungarische Aussteller in den Bükk-Nationalpark, sondern halb Europa – von Norwegen bis Malta – war zu Gast auf dieser Show! Dazu gab es Teilnehmer aus Thailand, Kanada und Argentinien! Insgesamt rund 1.700 Hunde wurden täglich in 34 Ringen den namhaften Richtern aus aller Welt und vielen Besuchern präsentiert.

 

Am ersten Tag richtete mit Ildikó Muszlai eine bekannte ungarische Colliezüchterin.

Wir durften uns über das erste CAC für Ch. Liaison Chagall freuen!

Tag1Seine Tochter Ch. Liaison Élysée erhielt ebenfalls CAC, dazu das CACIB und das BOB! Wir waren richtig glücklich. Ein CACIB ist eine Anwartschaft auf den Internationalen Championtitel und wird nur an den besten Rüden bzw. die beste Hündin verliehen. Auch da muß zwischen der ersten und der vierten Anwartschaft ein Jahr und ein Tag liegen. Dazu braucht man diese vier Anwartschaften aus drei verschiedenen Ländern und von drei verschiedenen Richtern. Unsere Liese hatte bereits 6 CACIB aus 3 Ländern, aber erst in Szilvásvárad waren ein Jahr und ein Tag vergangen. Jetzt dürfen wir auch für sie den Internationalen Championtitel beantragen. Wir waren gleich am ersten Tag happy.

EhrenringDas BOB ist eine Frage der Ehre. Es bedeutet Best of Breed und wird an den Besten Vertreter der Rasse verliehen. Es berechtigt zum Start im Ehrenring am Tag der Show. Auch wenn Collies nur sehr selten auf das Treppchen im Ehrenring steigen, gehört es sich doch, daß man erscheint und seine Rasse vertritt. Unser geplanter Ausflug nach Eger fiel an diesem Nachmittag also aus und wir wurden Zeuge eines heftigen Wolkenbruchs auf dem Showgelände. Die Wiesen versanken im Schlamm und Liese war im Ehrenring nicht zu bewegen, sich in einer tiefen kalten Pfütze korrekt zu präsentieren. Ohne Ohren keine Ehre!

 

Tag2

 

An Tag 2 richtete Geoff Duffield aus England die Collies. Unser Chagall erhielt sein 2. CAC und mußte sich dafür gegen einen sehr schönen ungarischen Mitbewerber durchsetzen. Seine Tochter Liese hatte an diesem Tag weniger Erfolg. Sie wurde zwar Exzellent bewertet, aber nur Dritte hinter einer ungarischen und einer russischen Championhündin.

 

 

 

Tag3Der dritte Tag wurde zu unserem absoluten Highlight. Die Collies wurden von Anna Albrigo aus Italien gerichtet. Chagall erhielt sein 3. CAC und hatte damit die Bedingungen der Sonderschau erfüllt. Er ist jetzt Hungarian Champion! Dazu erhielt er das CACIB, wurde also bester Rüde!

Unser Lieschen erhielt ihr 2. CAC, dazu das CACIB für die beste Hündin der Show. Damit hatten wir die bisher einmalige Situation, daß der beste Rüde (Chagall) gegen die beste Hündin (Élysée) um  das Best of Breed laufen mußte. Dazu laufen auch der Beste Junghund und der Beste Veteran in diesem Wettbewerb mit! Sven kam mit Chagall in den Ring. Ich hätte es nicht entscheiden wollen. Chagall drehte sich beim Laufen aber immer zu mir und seiner Tochter um und verspielte damit den höchsten Titel. Er wurde BOS – Best of Opposite Sex – und seine kleine Tochter erhielt zum zweiten Mal an diesem Wochenende das BOB. Was für ein Gefühl, mit gleich Zwei aus der eigenen Nachzucht eine internationale Show zu gewinnen! Ich war vor Freude aus dem Häuschen und die Liese damit natürlich auch. Das Posen für Fotos danach muß ich noch üben, da stehen andere viel konzentrierter da. Mein herzlicher Dank an dieser Stelle an Elena Balázsovits (Nyitramenti) für dieses Foto von dem einmaligen Moment!

3.Tag

PräsenteUnsere „Ausbeute“ von diesem Wochenende:

5 von 6 möglichen CAC und der Hungarian Champion für Ch. Liaison Chagall

3 CACIB und die Vollendung des InterChampions    für Ch. Liaison Élysée

1 BOS

2 BOB

 

…. und wirklich schön war es dort auch! Danke an alle, die mitgewirkt haben, vom Einweiser auf dem Parkplatz bis zum Präsidenten des Ungarischen Hundeverbands. Es war eine tolle Show! Herzlichen Dank dafür!

Tatabányai Turul Emlékmü

Einmal quer durch Ungarn und zurück ging unsere Reise im Mai 2018. Natürlich schaut man während der ganzen Fahrt voller Neugier in die Gegend und man sieht: Gegend. Wenn auf den Straßenschildern nicht ab und an andere Ortsnamen stünden, mit denen man Erinnerungen verbinden kann …. selbst mit den Nummernschildern der anderen Fahrzeuge kann man nicht wirklich etwas anfangen. Die meisten kommen aus Rumänien und Tschechien, ein paar Ungarn waren auch unterwegs.

turul-2662059_1920Der Vogel Turul bei Tatabánya war willkommene Abwechslung und im Internet fand sich dann seine Geschichte. Tatsächlich soll er vor über 1.000 Jahren den Ungarn gesagt haben, daß sie sich hier ansiedeln und nicht weiterziehen sollen. Wer weiß, ohne diesen Vogel würden wir vielleicht alle heute ungarisch sprechen.

Buda13Schließlich hatte das Navi Mitleid mit uns und führte uns auf eine Autobahn, auf der es kein Entrinnen mehr gab vor der Durchfahrt durch Ungarns schöne Hauptstadt. Trau nie einem Navi, daß du nicht selber programmiert hast! Mitten durch die Budapester Altstadt führte uns jetzt unser Weg. Über mangelnde Abwechslung brauchten wir uns nicht mehr beklagen und der zähe Großstadtverkehr bracht Zeit und Gelegenheit für viele Fotos und Erinnerungen! Über diese Brücke war ich vor 4 Jahren mit Lucie gelaufen, als wir zum Vater des D-Wurfes gefahren waren. Dort hatte ich gefrühstückt und da … und überhaupt … und oh, das kenne ich gar nicht! Auch wenn die Fotos während der Fahrt und durch die Autofenster nicht künstlerisch wertvoll geworden sind, sind sie doch ein erster Eindruck von dieser Stadt und eine schöne Erinnerung.

Auf der Rückfahrt hatten wir dann weniger Vertrauen in die Technik und gut aufgepaßt, daß wir auf der Autobahn bleiben. Abwechslung bot uns dann das Wetter genug, denn von streng begrenzten Gewittergüssen – in die wir natürlich hineinfahren mußten –  bis zu riesigen Schlaglöchern voller Regenwasser, das von dem Bus vor uns zu haushohen Wasserfontänen aufgewirbelt wurde, bis zu Sommersonne und 28°C war alles dabei. Ich versuchte die roten Puschelsträucher am Straßenrand zu fotografieren und die silbernen Bäumchen zu identifizieren. Vermutlich war es Sanddorn. Man müßte im Herbst noch einmal fahren, wenn die Beeren an den Sträuchern leuchten, um es genau zu wissen.

Ungarn hat bei uns den Eindruck hinterlassen, daß es ein fruchtbares und sehr dünn besiedeltes Land ist. Unterwegs gab es nur selten einen Blick auf vereinzelte Häuser und die ausgeschilderten Orte an den Abfahrten waren von der Autobahn aus nicht zu sehen.

7 Days bei Linz

Unser Kurzurlaub im Mai 2018 führte uns weit nach Ungarn in den Bükk-Nationalpark. Weder für uns, noch für die Hunde sind 1.200 km am Stück ein angenehmes Erlebnis. Ermutigt durch unser positives Erlebnis mit dem 7 Days Premium bei Salzburg haben wir uns dieses Mal deshalb für zwei Übernachtungen bei der gleiche Kette in der Nähe von Linz entschieden.

Nach 600 km, für die wir im Pfingstreiseverkehr 8 Stunden brauchten, kamen wir am Ziel an. Das Hotel liegt wie erwartet direkt an der Autobahnausfahrt Ansfelden. Positiv aufgefallen ist uns die direkte Lage zwischen einem Spar-Markt und einer Sparkasse. Der Friseur hatte allerdings den Standort gerade aufgegeben und zwei weitere Ladenlokale standen ebenfalls leer. Das Beste für den Reisenden sind jedoch ein Pizza-Kebab und ein Asiatisches Buffet-Restaurant, beide bis 23 Uhr geöffnet.

Der erste Eindruck vor dem Hotel war mit zerfetzten Fahnen und überlaufendem Müll ernüchternd und setzte sich leider im Zimmer fort. Ich erwarte in einem günstigen Durchreise-Quartier wirklich keinen 5-Sterne-Luxus, aber Platz zum Atmen und Sauberkeit. Nach unserem Besuch in der Salzburger Filiale waren wir dieses Mal wirklich enttäuscht. Fußabdrücke an den Wänden, Schimmel im Bad und Seifenreste an der gläsernen Badezimmertür fielen sofort ins Auge. Der Raum war furchtbar eng und wirkte durch das dritte Bett über dem Kopfende bedrückend. Den einzigen Stuhl im Zimmer für 3 Personen haben wir schnell auf das Hochbett verfrachtet um wenigstens rund um das Bett laufen zu können. Die Hunde durften im Auto schlafen, sonst hätten wir uns gar nicht mehr bewegen können.

Auf der Rückfahrt hatten wir das gleiche Hotel gebucht und bekamen ein anderes Zimmer. Es war genauso eng und schmutzig. Die wirklich netten Menschen an der Rezeption konnten den schlechten Eindruck nicht mehr aufbessern, zumal ich am Morgen der Rückfahrt feststellen mußte, daß der Fön nicht funktionierte. Wenigstens gab es 500 Meter weiter noch eine günstige Tankstelle, die wir für Diesel und Kaffee nutzen konnten.