Kroatien 2023 (3) Sisenic

Weil wir schon am Sonntag vormittags um 11 Uhr mit der Show in Karlovac fertig waren, sind wir abgereist und haben unser geplantes Urlaubsziel in Sisenic einen Tag früher am frühen Nachmittag erreicht. Auch dieser Wohnmobil-Stellplatz war ein Tipp aus einer FB-Gruppe und wir wurden nicht enttäuscht. Der Empfang war mehr als herzlich, es gab Begrüßungskuchen und viel Hilfe beim Erkunden der WoMo-Technik! Kater Tommy klärte direkt nach der Ankunft mit den Shelties, wer der Herr im Hause ist und die Shelties waren einverstanden. Es gab auch mehr als genug Platz für alle.

Rundherum um diesen wundervollen Platz an der Kukla gab es allerdings gar nichts. Weil ich wenig eingekauft hatte, brauchte ich nur einen Wunschzettel schreiben und es wurde mir mitgebracht, als meine lieben Gastgeber zum Einkauf fahren wollten. Dazu bekam ich frische Eier von freilaufenden Hühnern aus der Nachbarschaft. So wurden kroatische Eier zu meiner ersten selbstgekochten Mahlzeit in meinem Wohnmobil. Jeden Morgen begrüßte mich Bozica mit einem grünen Smoothie aus selbst gepflückten Kräutern – und weil Kochen für eine Person ziemlich blöd ist, wurde ich auch für die warme Abendmahlzeit eingeplant. Tatsächlich fühlte ich mich wie adoptiert.

Wir waren die einzigen Gäste auf diesem riesigen Gelände und die Shelties konnten ordentlich rennen und toben. Das hatten sie auch redlich verdient. Zum Glück haben sie sich nicht weiter für das umher huschende Kleinwild interessiert. Dabei waren auch Marder und so lernte ich, daß der Marder das kroatische Nationaltier ist und die ehemalige Währung Kuna tatsächlich übersetzt Marder bedeutet. Man hat also mit Mardern bezahlt! Nachts verunsicherten mich heulende Geräusche aus der Umgebung. Ich redete mir ein, es wären Nachbarshunde, schließlich hatten wir Vollmond. Tatsächlich erfuhr ich dann, daß es sich um Schakale handeln würde. Ab da blieben die Shelties bei Einbruch der Dunkelheit im Wohnmobil.

Am zweiten Tag kam ein Wohnmobil für eine Übernachtung dazu. Es war ein umgebautes Feuerwehrauto mit H-Kennzeichen aus Deutschland. Ich mußte Fotos machen, das war wirklich ein irres Teil.

Am dritten Tag feierte meine Gastgeberin ihren Geburtstag und ich wurde so herzlich eigeladen, daß ich gar nicht widersprechen konnte. Ehrlich gesagt, wollte ich das auch gar nicht. Vor Jahren hatte ich in Porec erlebt, wie Kroaten feiern und so freute ich mich darauf, dabei zu sein. Um 14 Uhr kamen die ersten Gäste und dann wurde geredet und gegessen bis 18 Uhr. Dabei gab es, wie in Deutschland auch, Gäste die ununterbrochen geredet haben, Gäste die ununterbrochen gegessen haben und welche, die beides gleichzeitig konnten. Meine Grundkenntnisse der slawischen Sprachen haben mich dabei ziemlich im Stich gelassen. Ich glaube nicht, daß sich der Bogen der Unterhaltung tatsächlich von den Katholiken in Konstantinopel bis zu Red Bull Leipzig gespannt hat. Weil aber die meisten Gäste auch sehr gut deutsch sprachen, konnte ich mich zwischendurch an den Gesprächen beteiligen.

Fazit: Kroatien hat sich verändert in den wenigen Jahren seit unserem letzten Besuch. Der EU-Beitritt und die Währungsumstellung auf den Euro haben dem Land gut getan. Es ist kein Billigurlaubsland mehr, Kroatien ist in Mitteleuropa angekommen. Geblieben sind die wundervollen Landschaften und die herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Geblieben ist auch die leckere herzhafte Küche. Es war ganz bestimmt nicht unser letzter Besuch in Kroatien und wenn es irgendwie paßt, werden wir auch wieder nach Sisenic fahren und grünen Smoothie und leuchtendrote Sonnenuntergänge genießen.

Kroatien 2023 (1): Anreise

Nach ein paar kurzen und einer etwas längeren Fahrt stand nun die erste große Reise mit dem Wohnmobil (Goldie) an. Über Nürnberg-Passau-Graz-Maribor-Zagreb nach Karlovac und zurück über Vrtjoba-Lubljana-Villach-Salzburg-München. Weil es natürlich keine Reise ohne Ausstellungen gibt, wollten wir mit den beiden Sheltie-Rüden die Doppel-CACIB’s in Karlovac (Kroatien) und am folgenden Wochenende in Vrtjoba (Slowenien) besuchen. Die Woche dazwischen war für Relaxen und Blog-Schreiben vorgesehen.

Zwei Wochen im Voraus – und das ist für meine Verhältnisse echt langfristig – habe ich in diversen Apps und FB-Gruppen nach tollen Stellplätzen und Tipps für die Reise gesucht. Mit einem Wohnmobil ist vieles anders, als mit dem Caddy und Hotelreservierungen.

Nun, Leben ist, was passiert, während Du Pläne machst! Am Mittwoch war das WoMo fertig gepackt, Donnerstag morgen sollte es losgehen! Aber Goldie verweigerte den Start. Versuche mit verschiedenen Starthilfekabeln mit Hilfe vom Caddy schlugen fehl, Goldie wurde immer leiser! Die letzte Chance war jetzt ein Anruf beim ADAC. Die gelben Engel sind wirklich die beste Erfindung, seit es Autos gibt! Unser freundlicher Engel begnügte sich nicht mit einfacher Überbrückung, sondern suchte angesichts unserer Reisepläne tatsächlich ausgiebig nach dem Fehler. Am Ende sollte es ein Kontakt an der Batterie gewesen sein, wobei diese auch ihre besten Tage wohl überschritten hatte. Eine Ersatzbatterie in der nötigen Größe hatte er leider nicht dabei. Auf jeden Fall überredete er Goldie zum Starten und wir rollten am frühen Nachmittag endlich los. Der Tank wurde bei laufendem Motor gefüllt und dann begann endlich unsere große Reise. Damit wir nicht wieder unterwegs stehen bleiben, gab es nur kurze Pausen mit laufendem Motor. Während wir also gemächlich in Richtung Süden rollten, telefonierte Sven mit allen Zubehörläden auf unserer Strecke und fand endlich in Passau einen Lieferanten und eine Werkstatt, die den Einbau übernehmen würde.

Die geplante erste Übernachtung auf einem schönen Stellplatz in Vilshofen direkt an der Donau war damit Geschichte. Statt dessen kamen wir um 22 Uhr an der Werkstatt an, wo ich endlich den Motor ausschalten konnte und wir übernachteten. Diese Werkstatt war ein absoluter Glücksgriff! Ich glaube nicht, daß sie noch Werbung brauchen, eine Website gibt es leider nicht. Ich bin wirklich begeistert von Service und Leistung bei Auto Diebetsberger in Passau.. Schon auf dem Hof sah ich die ersten Oldtimer und in der Werkstatt standen noch mehr.

Um 7 Uhr war schon Leben auf dem Hof und eine Stunde später war die neue Batterie eingebaut. Goldie nahm es zur Kenntnis, aber starten wollte sie nicht. Der nächste Verdacht fiel auf einen korrodierten Stecker, der in Handarbeit gereinigt wurde. Als Goldie immer noch nicht wollte, blieb nur noch der Anlasser übrig. Kein Lieferant im Umkreis hatte einen vorrätig, aber was echte Oldie-Schrauber sind, die finden eine Lösung. Der Anlasser wurde ausgebaut und überarbeitet. Tatsächlich startete Goldie jetzt mühelos und war endlich bereit für unser Abenteuer.

Jetzt ging es nur noch in einem Ritt bis Karlovac, denn wir waren ordentlich in Zeitverzug und wollten am Samstag entspannt im Ring stehen.Wir haben es geschafft, aber Thorin war richtig müde und hatte überhaupt keine Lust auf Show. Der Hobbit hat seine Routine genutzt und überzeugt. Den Bericht zur Show gibt es unter „Kroatien 2023 (2) Karlovac“

Kroatien 2023 (2) Karlovac

Dobro jutro Hrvatska!

Die Anfahrt hat einen eigenen Beitrag verdient und der kommt später. Von der Stadt haben wir leider wieder nichts gesehen. Im Süden werden die Shows wirklich sehr, sehr verkehrsgünstig gelegt, was ich bei der Anreise auch wirklich zu schätzen weiß.

Jetzt sind wir da und schauen der Morgensonne und den anderen Ausstellern beim Ankommen zu. Es ist herrlich, nur 10 Meter vom Ring entfernt zu parken und gemütlich Kaffee zu trinken, während andere mit Zelt und Bollerwagen und nervösen Hunden auf den Platz strömen und aufbauen! Ich habe die Camper schon immer beneidet und genieße das jetzt – ohne Schadenfreude, aber vielleicht mit ein bisschen Mitleid. Lange genug habe ich es ja nicht anders gemacht und hatte schon den höchsten Genius-Status bei der großen Hotelsuchmaschine.

Für die perfekt organisierte Show haben die Kroaten wieder die großen Ringzelte aufgebaut. Die findet man auf jeder Show in Kroatien, Slowenien und Ungarn (dort sind die Aussteller im Zelt und die Ringe außen herum). Das Showgelände lag mitten in einem großen Park und die riesige Rasenfläche war englisch kurz. Leider war der frische Schnitt liegen geblieben und ich hatte fast sofort das Wohnmobil voll mit kleinen grünen Schnippselchen. Warum das bei deutschen Ausstellungen nicht so gut klappt, ist ein ewiges Rätsel. In Südeuropa sind die großen Zelte und der akkurat gepflegte Platz schon seit Jahren Standard. Sehr angenehm fand ich auch, daß nach jeder Rasse alle Bewertungen sofort in einem kleinen Körbchen am Ringeingang abgelegt wurden. So konnte man wirklich zügig den Platz verlassen. Ich hoffe, daß ganz viele deutsche Sonderleiter diesen Bericht lesen und sich ein Beispiel nehmen.

Zu meiner allergrößten Freude am ersten Tag gehörte das Wiedersehen mit einer lieben italienischen Sheltiezüchterin … und sie hatte einen besonderen Rüden mitgebracht: Zanza’s Golden Hope Edoardo. Er ist ein unglaublich schöner Sohn von unserem Hobbit und ich fand ihn im Original genauso toll, wie auf den Fotos, die ich regelmäßig bekomme.

Ich hätte ihm das CACIB (=bester Rüde der Rasse) von Herzen gegönnt. Thorin hat das genauso gesehen und ihm den Sieg in der Offenen Klasse großzügig überlassen – oder hatte er doch nur mal wieder keine Lust sich ordentlich zu präsentieren? Der blonde Junge ist immer wieder ein echtes Überraschungspaket.

Der Hobbit hat sich dagegen perfekt gezeigt, wie gewohnt. So hat er völlig verdient die Championklasse mit V1 CAC absolviert und dann im direkten Vergleich mit seinem Sohn auch das CACIB erhalten. Dabei hat sich die nette irische Richterin erst im zweiten Blick entschieden, die beiden Rüden haben auch wirklich eine sehr große Ähnlichkeit und Qualität. Ich war total stolz auf Beide! Mit diesem CACIB hat der Hobbit seine vierte und damit die letzte notwendige Anwartschaft für den Internationalen Championtitel erhalten.

Am zweiten Tag war Edoardo leider nicht noch einmal aus Italien angereist. Dafür war Thorin besser gelaunt und hat die zweite Richterin an diesem Wochenende sehr beeindruckt. Er hat eine tolle Bewertung und V1 CAC erhalten, seine erste Anwartschaft auf den kroatischen Championtitel. Auch der Hobbit hat sich wieder souverän präsentiert und mit dem V1 CAC schon seine dritte Anwartschaft auf den kroatischen Titel erhalten. Dann mußte ich mit beiden Rüden gleichzeitig in den Ring. Ich kannte ja leider niemanden dort, der mit einem meiner Jungs um das CACIB hätte laufen können. Die Richterin hat es mit viel Humor genommen und das CACIB an den Hobbit vergeben und Thorin hat das CACIBres. erhalten.

Das BOB (Best of Breed) ging an beiden Tagen an eine zierliche hübsche Französin, die im Wettstreit dem Hobbit völlig den Kopf verdreht hatte. Mein Französisch hat für eine nette Unterhaltung mit dem Besitzer ausgereicht und ich konnte erfahren, daß das hübsche Fräulein seit ein paar Tagen heiß war. Zur „Strafe“ mußte sie an beiden Tagen in den Ehrenring, wo am Ende der Show die besten aller Rassen aufeinander treffen und wir hatten den restlichen Tag frei. Collies und Shelties haben im Ehrenring eigentlich fast nie eine Chance. Nur für die Ehre dort einzulaufen, ist brotlose Kunst.

Es hätte ein außergewöhnliches Wochenende werden können, wenn nicht der Preis für den Stellplatz mit 40€ pro Tag ärgerlich hoch gewesen wäre.

Außer einem netten Parkplatz und Stromanschluss gab es dafür nichts. Irgendwo soll ein Wasserhahn gewesen sein, die Wasser-Entsorgung war nicht möglich und für alle gab es ein paar Dixies.

Statt dem gewohnten Streetfood-Feeling stand am Rand vom Platz ein einsamer Cateringwagen, der Kaffee und kalte Getränke, sowie Burger und HotDogs verkaufte. Etwas weiter war noch ein Wagen mit Süßigkeiten in allen Farben und Formen. Zumindest der Caterer hat wohl den Umsatz seines Lebens gemacht und in Rekordzeit Fleischklopse und Würstchen gebraten.

Meinen beiden Shelties-Jungs war das aber alles ziemlich egal. Sie entwickeln sich zu echten Camperboys und hatten ganz offensichtlich Spaß an unserem Ausflug.

Rovinj

Die Adria liegt in Istrien deutlich gegen die Nachmittagssonne. Das ist schön, wenn man ein wenig natürliche Gesichtsfarbe mit nach Hause nehmen möchte. Für Fotos mit blauen Hunden vor dem blauen Meer ist es … bescheiden. Ich habe mit einer neuen Bildsoftware gespielt und nicht wirklich was erreicht. Dafür, daß es die ersten Versuche sind, bin ich doch etwas stolz. Gegenlicht bleibt eben Gegenlicht.

Rovinj4Nachdem wir von Pula doch enttäuscht waren und die Collies ordentlich gestreßt, wollten wir eigentlich direkt nach Hause. Aber wenigstens für ein Eis und zwei Fotos fuhren wir den kleinen Umweg von 9 km dann doch. Es wurden drei Eis und zehn Fotos! Istrien ist sehr italienisch beeinflußt, (in Rovinj sind fast 12 % der Einwohner Italiener) so daß man fast an jeder Ecke wunderbares Eis bekommt. Und Rovinj möchte wohl zu gerne mit Rimini verwechselt werden! Nicht nur wegen der wundervollen Lage, sondern wegen dem absolut tourismusorientierten Stadtbild. Am Strand entlang wechseln sich Cafés mit Eisdielen und Pizzerien ab.

Niemand muß sich wundern, daß jeder die gleichen Urlaubsfotos mitbringt. In Rovinj steht alle paar Meter ein Schild „Foto-Point“ und da es wirklich schöne Motive sind, bleibt auch genau da jeder stehen.

Wir hatten Spaß an den Foto-Points und am Eis und die Collies waren dankbar, daß wir nur entspannt rumgesessen haben.

Abfahrt

Pula

PulaBogenBevor man sich auf einen Städtetrip begibt, sollte man etwas Hintergrundanalyse betreiben. Pula war eines dieser unbeschriebenen Blätter für mich, bis auf die Lage an der Südspitze Istriens und ein paar Fotos vom Amphitheater kannte ich nichts. Wesentlich mehr war auch nicht zu finden. Das historisch da mal Römer lustwandelt sind, war schon dank des imposanten Theaters klar. Ansonsten hatte sich Byzanz dort länger breit gemacht und die KuK-Monarchie baute Pula zum Militärhafen aus. Immerhin ist Italienisch zweite Amtssprache im Umland und damit erklären sich die mehrsprachigen Straßenschilder und es ist alles gesagt, was man wissen muß.

Also ab ins Auto und auf in das 20 km entfernte Pula. Das Amphitheater kann man eigentlich gar nicht übersehen und reichlich Parkplätze (mit Parkscheinautomat) gab es auch rundherum. Ich tat, was offensichtlich alle tun: Ich machte die trillionsten Fotos aus allen Perspektiven von der römischen Ruine. Künstlerisch wertvoll ist sicher keines meiner Bilder, aber einen Eindruck vermitteln sie hoffentlich. Für den Innenbereich sollte man Eintritt bezahlen. Normal herzlich gern, aber die Bauarbeiten waren schon von draußen unübersehbar und es versprachen sich keine atemberaubend neuen Eindrücke.

Um Ruinen zu sehen, konnten wir kostenlos die umliegenden Straßenzüge bewundern. Pula bleibt mir im Gedächtnis als eine große Ansammlung baufälliger Zeitzeugen aus der Tito-Ära, engen lauten Gassen und schrill-laut schreienden großen Vögeln auf den Dächern. An der Hafenpromenade lärmten dafür Jugendliche, die öffentlich Urkunden verliehen bekamen und endlich weiß ich auch, was Palmen im Winter tun: Sie kriegen einen Überzieher 😀

Nach der lauten Stadt gönnten wir uns und den Collies einen beschaulichen Platz am Meer … und leider Gegenlicht.

Adria

 

Apartman Gina

Gibt es in Kroatien eigentlich Hotels?

Das ist eine rhetorische Frage und gesehen habe ich vor Ort auch schon welche … von außen! Auf der Suche nach günstigen und vor allem nach hundefreundlichen Unterkünften lande ich immer wieder bei Apartmani und habe dabei wirklich nur gute Erfahrungen gemacht.

Golas3Für unseren Kurzurlaub 2018 in Istrien haben wir ein Quartier im Umkreis von Bale gesucht, weil dort ein Wochenende mit Hundeausstellungen anstand. Nur 5 km entfernt in Gola^s (das Dach gehört über das S, aber sag das meiner Tastatur!)  fanden wir

Apartman Gina.

Hinter dem Link verbirgt sich die Buchungsseite für dieses hübsche Haus und ich mache herzlich gerne Werbung dafür! Die Fotos auf dieser Buchungsseite entsprechen vollständig dem, was wir vorgefunden haben. Meine eigenen Bilder können gut damit verglichen werden. Es war vom Fernsehen mit deutschen Sendern bis zum Toilettenpapier tatsächlich alles da, was man braucht. Wirklich loben muß ich die Sauberkeit im ganzen Haus. Geschirr und Fliesen glänzten um die Wette. Es lagen sogar frisch geplättete Geschirrtücher bereit! Den Duschvorhang mit Hundepfoten mußte ich natürlich unbedingt auch fotografieren 😉

Die Kroaten sind als gastfreundlich bekannt, hier haben sie diesem Ruf wirklich alle Ehre gemacht. Schon lange vor der Ankunft gab es Kontakt per SMS und wir konnten trotz des weiten Weges unsere Ankunftszeit gut eingrenzen. Die Eigentümerin wohnt nämlich nicht vor Ort, sondern kam von Pula, um uns die Tür zu öffnen und das Haus zu erklären! Und sie hatte schon ordentlich eingeheizt! 🙂 In der offenen Küche stand ein Holzofen, der das gesamte Haus in eine Sauna verwandelte. Wir waren besorgt, daß die Collies sich ihr kostbares Fell am Ofen verbrutzeln und schon flitzte sie wieder ins Haus, um alle Fenster zu öffnen und entschuldigte sich für die Wärme.

Wir sollten es bitter bereuen, daß wir die Wärme des Holzfeuers einfach so aus dem Haus gelassen hatten! Wir waren die ersten Urlauber in dieser Saison und das Haus war ausgekühlt von einem harten Winter. Alle Kissen, Decken und Matratzen waren kalt und vor allem wirklich feucht. Noch bis vor einem Tag war kühles Regenwetter in Istrien. Das ist normal im April in Kroatien. Wir hatten es schon einmal in Zadar im April 2013 erlebt und leider wieder vergessen. Die Urlaubssaison fängt wohl auch deshalb erst im Mai an und vorher sind sogar die meisten Rastplätze an der Autobahn geschlossen. Nach einer unangenehmen Nacht haben wir am nächsten Tag die Decken und Kissen auf der Terrasse in der Sonne gewendet. Da wir leider kein Holz für den tollen Ofen hatten, mußte die Klimaanlage 12 Stunden arbeiten. Um den Stromverbrauch tat es uns herzlich leid, aber ab da konnten wir wirklich gut schlafen und hatten einen tollen Aufenthalt.

Für Hundebesitzer sei erwähnt, daß es ein Gefrierfach im Kühlschrank gibt und wir damit das mitgebrachte Fleisch gut über die Zeit verteilt füttern konnten. Auch wichtig für Hundebesitzer: Die Zufahrt ist vorne durch ein großes Gittertor zu verschließen, aber hinten herum finden nicht nur die eigenen Hunde raus, sondern auch die Dorfhunde herein! Wir hatten uns immer über die Kothaufen in der Einfahrt gewundert und diese am Anfang ganz brav und deutsch aufgesammelt und eingetütet. Irgendwann waren es doch mehr, als unsere Collies hätten machen können 🙂

Eines Morgens wurde ich dann auch schon auf der Terrasse erwartet. Das kleine Sheltie-Mix-Kerlchen sah mich mit riesigen treuen Augen an und erwartete wohl sein Frühstück. Der Kleine benahm sich, als würden ihm Futter plus Streicheleinheiten zustehen, sozusagen als Gebühr für unseren Aufenthalt. Sein schwarzer Kumpel blieb etwas schüchterner hinter dem Tor und kläffte nur unentwegt und laut. Seine Stimme kannten wir schon vom ersten Tag an. Unsere beiden Collies waren not-amused, da spielten sich unterschwellige Revierkämpfe ab. Nein, sie haben sich nichts getan, aber die vielen Haufen und Pfützen erklärten sich nun ganz klar als Markierungen.

Im kleinen Garten an der Einfahrt und auf den großen Wiesen in Golas haben wir reichlich Fotos geschossen, vor allem, weil es die ersten Blumen nach dem scheußlichen Winter zu fotografieren gab. Die beiden Collies hielten von unseren Fotoshootings nicht allzu viel. Nach der Show wollten sie nicht mehr posen, sondern nur noch spielen und toben. Besonders der Bär war richtig albern und genoß Wind und Sonne ausgiebig.

Trotzdem nutze ich jede Gelegenheit, um einen ganz besonderen Ausdruck einzufangen. Die Ergebnisse sind leider noch mäßig. Im Blogtitel sieht man das Ziel meiner Bemühungen, der besondere Ausdruck von Ch. Liaison Amourette. Sie ist immerhin die Mutter des Bären und damit die Oma der Liese. Ich darf also noch hoffen, daß mir solch ein Bild gelingt. ❤

Ausstellungen Pula und Rovinj

BaleLieseUnser Herr Bär (Ch. Liaison Chagall) und seine Tochter Liese (Ch. Liaison Élysée) brauchten beide noch je ein kleines CAC, um den kroatischen Championtitel zu vollenden …. und wir brauchten nach einem feuchten und grauen Winter endlich mal wieder Sonne. Relativ kurzfristig fiel daher unsere Entscheidung, die beiden großen Hallenausstellungen in Luxemburg und in Salzburg am gleichen Wochenende nicht zu melden, sondern nach Kroatien zu fahren. Schließlich soll uns unser Hobby ja Spaß machen.

 

Die Orte Pula und Rovinj liegen in Istrien nur ca. 30 km voneinander entfernt und beide Ausstellungen waren für Samstag und Sonntag des gleichen Wochenendes geplant. Für uns hieß das: doppelte Chance, um das letzte Ticket zu erreichen, der weite Weg sollte sich ja auch lohnen.

Bale

Der Kroatische Kennelklub schafft es immer wieder, mit wenigen Mitteln großartige Ausstellungen zu veranstalten. Diese beiden CAC fanden auf dem gleichen Gelände statt, im Footballstadion von Bale (Blick auf Bale siehe Foto). Dieser kleine Ort liegt etwa mittig zwischen Pula und Rovinj. Wir wohnten nur 5 km entfernt und hatten so wirklich entspannte Tage.

 

 

 

Es gab vier Ringe, davon zwei auf einem betonierten Platz und die anderen beiden im grünen Gras daneben. Damit alle die gleichen Bedingungen hatten, wurde das Terrain am nächsten Tag gewechselt. Die Fotos haben wir in den frühen Morgenstunden geschossen, bevor der Platz vor Menschen wimmelte und man nichts mehr erkennen kann.

Der erste Blick bei einer Show geht immer in den Katalog! Wieder einmal waren keine kroatischen Collies gemeldet. Anscheinend gibt es keine ambitionierten Aussteller in diesem schönen Land. Die Liste war klein, aber international und erlesen. Wir freuten uns, u.a. eine Bekannte aus der Slowakei wieder zu treffen. Auch eine Championhündin aus Italien war da – und mußte sich unserer Liese geschlagen geben. Sogar eine sehr bekannte Züchterin aus England war als Eigentümerin eines Hundes gemeldet. Sie war nicht persönlich anwesend, aber ihr Rüde wurde von einem ebenso bekannten professionellen Handler präsentiert und gewann folgerichtig an beiden Tagen das BOB (Best of Breed). Das BOS (Best of Opposite Sex) erhielt dafür an beiden Tagen unsere kleine Liese, gerade 27 Monate alt.  Wir waren wirklich dankbar, daß uns somit die Mühen des Ehrenringes abgenommen waren und wir die Nachmittage für Ausflüge in die Umgebung nutzen konnten.

Unsere beiden haben ihre Aufgabe übererfüllt und an beiden Tagen die Anwartschaften für den Kroatischen Champion (CAC) erhalten. In den nächsten Tagen erwarten wir die Urkunden per Post.

 

Einen Wermutstropfen haben diese Erfolge: Wir haben jetzt 3 kroatische Champions (die Dritte ist Ch. Liaison Amourette) und somit keinen Grund mehr, für einen Kurzurlaub an die kroatische Adria zu fahren.