Unser Kurzurlaub im Mai 2018 führte uns weit nach Ungarn in den Bükk-Nationalpark. Weder für uns, noch für die Hunde sind 1.200 km am Stück ein angenehmes Erlebnis. Ermutigt durch unser positives Erlebnis mit dem 7 Days Premium bei Salzburg haben wir uns dieses Mal deshalb für zwei Übernachtungen bei der gleiche Kette in der Nähe von Linz entschieden.
Nach 600 km, für die wir im Pfingstreiseverkehr 8 Stunden brauchten, kamen wir am Ziel an. Das Hotel liegt wie erwartet direkt an der Autobahnausfahrt Ansfelden. Positiv aufgefallen ist uns die direkte Lage zwischen einem Spar-Markt und einer Sparkasse. Der Friseur hatte allerdings den Standort gerade aufgegeben und zwei weitere Ladenlokale standen ebenfalls leer. Das Beste für den Reisenden sind jedoch ein Pizza-Kebab und ein Asiatisches Buffet-Restaurant, beide bis 23 Uhr geöffnet.
Der erste Eindruck vor dem Hotel war mit zerfetzten Fahnen und überlaufendem Müll ernüchternd und setzte sich leider im Zimmer fort. Ich erwarte in einem günstigen Durchreise-Quartier wirklich keinen 5-Sterne-Luxus, aber Platz zum Atmen und Sauberkeit. Nach unserem Besuch in der Salzburger Filiale waren wir dieses Mal wirklich enttäuscht. Fußabdrücke an den Wänden, Schimmel im Bad und Seifenreste an der gläsernen Badezimmertür fielen sofort ins Auge. Der Raum war furchtbar eng und wirkte durch das dritte Bett über dem Kopfende bedrückend. Den einzigen Stuhl im Zimmer für 3 Personen haben wir schnell auf das Hochbett verfrachtet um wenigstens rund um das Bett laufen zu können. Die Hunde durften im Auto schlafen, sonst hätten wir uns gar nicht mehr bewegen können.
Auf der Rückfahrt hatten wir das gleiche Hotel gebucht und bekamen ein anderes Zimmer. Es war genauso eng und schmutzig. Die wirklich netten Menschen an der Rezeption konnten den schlechten Eindruck nicht mehr aufbessern, zumal ich am Morgen der Rückfahrt feststellen mußte, daß der Fön nicht funktionierte. Wenigstens gab es 500 Meter weiter noch eine günstige Tankstelle, die wir für Diesel und Kaffee nutzen konnten.
Es war überraschend anders, als erwartet. Ein riesiges Haus, direkt neben einer günstigen Tankstelle in Sichtweite zur Autobahn. Trotzdem hörte man im Zimmer nichts von der Geschäftigkeit rundum. Die Rezeption rief uns unterwegs an und wartete auf uns … wir wußten nicht, daß sie am Wochenende schon um 20 Uhr Feierabend hat und waren noch 60km entfernt.
Nachdem wir von Pula doch enttäuscht waren und die Collies ordentlich gestreßt, wollten wir eigentlich direkt nach Hause. Aber wenigstens für ein Eis und zwei Fotos fuhren wir den kleinen Umweg von 9 km dann doch. Es wurden drei Eis und zehn Fotos! Istrien ist sehr italienisch beeinflußt, (in Rovinj sind fast 12 % der Einwohner Italiener) so daß man fast an jeder Ecke wunderbares Eis bekommt. Und Rovinj möchte wohl zu gerne mit Rimini verwechselt werden! Nicht nur wegen der wundervollen Lage, sondern wegen dem absolut tourismusorientierten Stadtbild. Am Strand entlang wechseln sich Cafés mit Eisdielen und Pizzerien ab.

Bevor man sich auf einen Städtetrip begibt, sollte man etwas Hintergrundanalyse betreiben. Pula war eines dieser unbeschriebenen Blätter für mich, bis auf die Lage an der Südspitze Istriens und ein paar Fotos vom Amphitheater kannte ich nichts. Wesentlich mehr war auch nicht zu finden. Das historisch da mal Römer lustwandelt sind, war schon dank des imposanten Theaters klar. Ansonsten hatte sich Byzanz dort länger breit gemacht und die KuK-Monarchie baute Pula zum Militärhafen aus. Immerhin ist Italienisch zweite Amtssprache im Umland und damit erklären sich die mehrsprachigen Straßenschilder und es ist alles gesagt, was man wissen muß.

Für unseren Kurzurlaub 2018 in Istrien haben wir ein Quartier im Umkreis von Bale gesucht, weil dort ein Wochenende mit Hundeausstellungen anstand. Nur 5 km entfernt in Gola^s (das Dach gehört über das S, aber sag das meiner Tastatur!) fanden wir
Unser Herr Bär (Ch. Liaison Chagall) und seine Tochter Liese (Ch. Liaison Élysée) brauchten beide noch je ein kleines CAC, um den kroatischen Championtitel zu vollenden …. und wir brauchten nach einem feuchten und grauen Winter endlich mal wieder Sonne. Relativ kurzfristig fiel daher unsere Entscheidung, die beiden großen Hallenausstellungen in Luxemburg und in Salzburg am gleichen Wochenende nicht zu melden, sondern nach Kroatien zu fahren. Schließlich soll uns unser Hobby ja Spaß machen.
Zweimal war ich schon in Salzburg und zweimal habe ich es nicht geschafft, die Innenstadt zu besuchen. Endlich hat es gepaßt, zeitlich und auch vom Wetter! Die letzte Wolke vom Morgen war noch am Berg hängen geblieben, der übrige Himmel strahlte blau. Das Navi bekam den Auftrag Innenstadt und brachte uns zielsicher zu einem Parkplatz unterhalb der Burg. Das erste Fotomotiv war damit im Kasten und wir auf dem Weg zu vielen weiteren. Überall zwischen den gepflegten Häusern gab es neue Blicke auf hübsche Türmchen und Fassaden.

Restaurant und Hotel Wartenberg.
Den ersten Frühlingsgruß fanden wir schon am Rand der Autobahn. Am Rastplatz Kochertalbrücke überrascht eine kleine Kapelle, zu der ein gewundener Weg führt, gesäumt von Osterglocken. Ich habe selten solch einen gepflegten Rastplatz in Deutschland gesehen (im Ausland ist es Standard). Danke an die unbekannten fleißigen Menschen!
