Dobro jutro Hrvatska!
Die Anfahrt hat einen eigenen Beitrag verdient und der kommt später. Von der Stadt haben wir leider wieder nichts gesehen. Im Süden werden die Shows wirklich sehr, sehr verkehrsgünstig gelegt, was ich bei der Anreise auch wirklich zu schätzen weiß.

Jetzt sind wir da und schauen der Morgensonne und den anderen Ausstellern beim Ankommen zu. Es ist herrlich, nur 10 Meter vom Ring entfernt zu parken und gemütlich Kaffee zu trinken, während andere mit Zelt und Bollerwagen und nervösen Hunden auf den Platz strömen und aufbauen! Ich habe die Camper schon immer beneidet und genieße das jetzt – ohne Schadenfreude, aber vielleicht mit ein bisschen Mitleid. Lange genug habe ich es ja nicht anders gemacht und hatte schon den höchsten Genius-Status bei der großen Hotelsuchmaschine.
Für die perfekt organisierte Show haben die Kroaten wieder die großen Ringzelte aufgebaut. Die findet man auf jeder Show in Kroatien, Slowenien und Ungarn (dort sind die Aussteller im Zelt und die Ringe außen herum). Das Showgelände lag mitten in einem großen Park und die riesige Rasenfläche war englisch kurz. Leider war der frische Schnitt liegen geblieben und ich hatte fast sofort das Wohnmobil voll mit kleinen grünen Schnippselchen. Warum das bei deutschen Ausstellungen nicht so gut klappt, ist ein ewiges Rätsel. In Südeuropa sind die großen Zelte und der akkurat gepflegte Platz schon seit Jahren Standard. Sehr angenehm fand ich auch, daß nach jeder Rasse alle Bewertungen sofort in einem kleinen Körbchen am Ringeingang abgelegt wurden. So konnte man wirklich zügig den Platz verlassen. Ich hoffe, daß ganz viele deutsche Sonderleiter diesen Bericht lesen und sich ein Beispiel nehmen.
Zu meiner allergrößten Freude am ersten Tag gehörte das Wiedersehen mit einer lieben italienischen Sheltiezüchterin … und sie hatte einen besonderen Rüden mitgebracht: Zanza’s Golden Hope Edoardo. Er ist ein unglaublich schöner Sohn von unserem Hobbit und ich fand ihn im Original genauso toll, wie auf den Fotos, die ich regelmäßig bekomme.

Ich hätte ihm das CACIB (=bester Rüde der Rasse) von Herzen gegönnt. Thorin hat das genauso gesehen und ihm den Sieg in der Offenen Klasse großzügig überlassen – oder hatte er doch nur mal wieder keine Lust sich ordentlich zu präsentieren? Der blonde Junge ist immer wieder ein echtes Überraschungspaket.
Der Hobbit hat sich dagegen perfekt gezeigt, wie gewohnt. So hat er völlig verdient die Championklasse mit V1 CAC absolviert und dann im direkten Vergleich mit seinem Sohn auch das CACIB erhalten. Dabei hat sich die nette irische Richterin erst im zweiten Blick entschieden, die beiden Rüden haben auch wirklich eine sehr große Ähnlichkeit und Qualität. Ich war total stolz auf Beide! Mit diesem CACIB hat der Hobbit seine vierte und damit die letzte notwendige Anwartschaft für den Internationalen Championtitel erhalten.
Am zweiten Tag war Edoardo leider nicht noch einmal aus Italien angereist. Dafür war Thorin besser gelaunt und hat die zweite Richterin an diesem Wochenende sehr beeindruckt. Er hat eine tolle Bewertung und V1 CAC erhalten, seine erste Anwartschaft auf den kroatischen Championtitel. Auch der Hobbit hat sich wieder souverän präsentiert und mit dem V1 CAC schon seine dritte Anwartschaft auf den kroatischen Titel erhalten. Dann mußte ich mit beiden Rüden gleichzeitig in den Ring. Ich kannte ja leider niemanden dort, der mit einem meiner Jungs um das CACIB hätte laufen können. Die Richterin hat es mit viel Humor genommen und das CACIB an den Hobbit vergeben und Thorin hat das CACIBres. erhalten.


Das BOB (Best of Breed) ging an beiden Tagen an eine zierliche hübsche Französin, die im Wettstreit dem Hobbit völlig den Kopf verdreht hatte. Mein Französisch hat für eine nette Unterhaltung mit dem Besitzer ausgereicht und ich konnte erfahren, daß das hübsche Fräulein seit ein paar Tagen heiß war. Zur „Strafe“ mußte sie an beiden Tagen in den Ehrenring, wo am Ende der Show die besten aller Rassen aufeinander treffen und wir hatten den restlichen Tag frei. Collies und Shelties haben im Ehrenring eigentlich fast nie eine Chance. Nur für die Ehre dort einzulaufen, ist brotlose Kunst.

Es hätte ein außergewöhnliches Wochenende werden können, wenn nicht der Preis für den Stellplatz mit 40€ pro Tag ärgerlich hoch gewesen wäre.
Außer einem netten Parkplatz und Stromanschluss gab es dafür nichts. Irgendwo soll ein Wasserhahn gewesen sein, die Wasser-Entsorgung war nicht möglich und für alle gab es ein paar Dixies.
Statt dem gewohnten Streetfood-Feeling stand am Rand vom Platz ein einsamer Cateringwagen, der Kaffee und kalte Getränke, sowie Burger und HotDogs verkaufte. Etwas weiter war noch ein Wagen mit Süßigkeiten in allen Farben und Formen. Zumindest der Caterer hat wohl den Umsatz seines Lebens gemacht und in Rekordzeit Fleischklopse und Würstchen gebraten.



Meinen beiden Shelties-Jungs war das aber alles ziemlich egal. Sie entwickeln sich zu echten Camperboys und hatten ganz offensichtlich Spaß an unserem Ausflug.






























