
Diese 3 bezaubernden Jungs sind die Söhne unserer Liese aus dem G-Wurf vom Mai 2020. Leider ist aus der geplanten Wurfwiederholung nichts geworden und im Frühjahr 2023 erkrankte Liese nach dem Decken an einer Pyometra und mußte notoperiert werden. So haben wir nur einen einzigen Wurf und leider keine Tochter von unserer Super-Liese.
Wir sind sehr froh, daß ihre 3 Welpen – Galdur, Gaston und Gigolo – sich zu absolut großartigen Rüden entwickelt haben und alle 3 auch zur Zucht zugelassen werden konnten. Züchten heißt, in Generationen zu denken – und manchmal muß man auch weit um die Ecke denken! Unsere Pläne kreisen jetzt um diese 3 jungen Rüden, die ein Stück von unserer Liese und ihrer Mutter Lucie in die nächste Generation tragen sollen.

Hündinnen im Rudel haben die leidige Angewohnheit, relativ gleichzeitig läufig zu werden. Das ist evolutionsbiologisch sehr sinnvoll, für uns Züchter allerdings sehr schade. Im Frühjahr 2023 zum Beispiel haben wir uns für Liese entschieden und die anderen Damen nicht mit Rüden zusammen gebracht. Das Ende war eine Pyometra und ein Jahr ohne Welpen für uns. Im kommenden Jahr wollen wir uns der doppelten Herausforderung stellen und zum ersten Mal in unserer Züchterzeit zwei Hündinnen relativ gleichzeitig belegen. Da es sich dabei um Mutter und Tochter handelt, die sowieso unzertrennlich sind, werden sich die beiden vielleicht sogar bei der Aufzucht unterstützen. Wir sind sehr gespannt auf diese neue Konstellation und freuen uns sehr auf beide Würfe. Die Väter werden zwei der Brüder aus unserem G-Wurf sein.

Unsere Roxy hat über ihre Mutter sehr interessante italienische Gene in unsere Zucht mitgebracht. Sie ist eine bezaubernde und sehr sanfte Hündin, die man einfach lieben muß. Ihren ersten Wurf hatte sie mit Ch. Liaison Chagall. Geboren hat sie nach ihm im März 2019 ein Einzelkind, unsere Fine, die uns wirklich überzeugt hat. Trotzdem – oder gerade deshalb – wollten wir mehr aus dieser Verbindung sehen und haben die Verpaarung im Herbst 2021 wiederholt. Die 5 Welpen aus unserem H-Wurf haben uns absolut begeistert. Sie sind so gleichmäßig schön und haben alle einen so ausgezeichneten Charakter, daß wir uns kaum trennen wollten.
Für Roxy wird es der dritte und letzte Wurf sein. Eine weitere Wurfwiederholung mit Ch. Liaison Chagall wäre sicher für alle Welpenfamilien toll, für uns aber züchterisch nicht mehr spannend. Aber wir haben einen Enkel von Chagall, der ihm gleicht wie ein Zwilling. Lieses Sohn Toni ist seinem Großvater nicht nur optisch, sondern auch im Wesen unfaßbar ähnlich. Am 20., 21. und 23.12.2023 haben Roxy und Toni sich gepaart und wir sind unglaublich neugierig, wie ähnlich und auch wie unterschiedlich sich diese Welpen im Vergleich zum H-Wurf entwickeln werden.



Für Fine wird es der zweite Wurf. Sie hat außerordentlich souverän ihre ersten Welpen nach Liaison Gigolo in unserem I-Wurf geboren und betreut. Ihre beiden Töchter sind wundervolle junge Damen geworden auf die wir sehr stolz sind. Am 12. und 14. Dezember 2023 durfte sie Ch. Liaison Galdur besuchen. Gigolo und Galdur sind beide echte Prachtburschen. Allerdings haben sie sich aus dem Gencocktail ihrer Eltern (Quarterback in Black vom Weidenhof x Ch. Liaison Elysée) etwas unterschiedlich bedient. Unsere Erwartungen sind groß, wie sich das auf die nächste Generation auswirkt.




Wir erwarten also im Februar 2024 zwei Würfe mit echten Liaison-Collies, wie immer in den Farben blue-merle und tricolor. In den Ahnentafeln findet sich natürlich bei allen unsere Königin Velvette und deren Tochter Ch. Liaison Amourette, die im März 2009 als Enkelin von Narwick Silver Blue de Cathiya bei uns geboren wurde und 2024 ihren 15. Geburtstag mit uns feiern wird. Auch Amourettes Sohn, Ch. Liaison Chagall wird in allen Ahnentafeln stehen. Wir sind stolz darauf, daß wir mit Zukäufen von Hündinnen aus fremden Linien die Liaison-Collies in Typ, Gesundheit und Langlebigkeit erhalten konnten. Ob uns das weiterhin gelingen kann, ist bei der aktuellen Entwicklung in der Rassehundezucht nicht absehbar. Vielleicht werden dies die letzten Liaison-Collies sein. Bisher sind zwei Welpen fest reserviert.
Beginnen wir mit „Nr.1“. Tatsächlich ist sie die Erstgeborene, nachts um drei startete sie mit 322g ins Leben. Sie fiel mir in die Hände und ich dachte ganz laut „MEINS“. Noch schöner als sie konnte wohl kaum ein blaues Mädchen werden, schon gar nicht im gleichen Wurf! Nr.1 war also in doppelter Hinsicht der richtige ‚Name‘ … und in der Ahnentafel steht nun Liaison Eluveitie (gesprochen El-weity). Den Namen haben wir von einer Folk-Metal-Band aus der Schweiz geliehen.
Als dieser Welpe auf die Welt kam, habe ich sofort gehofft, daß es ein Rüde ist. Mit solchen kräftigen Farben wird das mal ein prächtiger Collie-Mann. Papa Bär hat bei seiner Zeugung wohl an seinen Bruder Freddy gedacht: Beide haben kräftige Farben, ein ganz bezauberndes Gesicht und sogar ein ähnliches Wesen. Die Freddy-Kopie ist wirklich gut gelungen. Mit 346g startete der Prachtbursche um 4:35 ins Leben … der kräftigste Welpe im Wurf! Auf einer Seite trägt er breite schwarze Streifen, wie eine Biene. „Willi“ wollten wir ihn nicht nennen und so wurde er „Herr (dicke) Hummel“. Die schwarzen Streifen brachten ihm auch den richtigen Namen ein: Liaison Earl Grey … edler Schwarztee in grau 😀
Nur 10 Minuten nach dem Hummelie wurde es dann endlich schwarz. Blau ist nämlich wirklich nicht Lucie’s bevorzugte Welpenfarbe. 332g Geburtsgewicht brachte die bezaubernde Trico-Lady mit auf die Welt und wir ahnten allmählich, warum Lucie so kugelrund durch die letzten Tage gegangen war. Unser „Tri-Girl“ ist absolut bezaubernd und schön gezeichnet. Sie hat sich zu einer kecken, selbstbewussten Dame entwickelt und ist immer die neugierigste im Wurf. Dieses Sahneschnittchen konnte nur einen Namen von uns bekommen: Liaison Eclair.
Weiter ging es im 10-Minuten-Takt … ich durfte immer noch nicht helfen. Lucie hatte alles unter Kontrolle. Ein kleines blaues Mädchen rutschte mit nur 274g fast von alleine in die Welt. Unglaublich, wieviel Unterschied die 70g zum dicken Hummel das optisch sind. So zart kam die „Kleine“ auf die Welt, daß ich ein Sorgenkind vermutete und gar nicht sah, wie unglaublich bezaubernd sie ist. Wie vor zwei Jahren ihr Papa, der auch der Kleinste im Wurf war – genauso kämpfte sie sich zur Milchbar und an die Spitze der Gewichtstabelle. Wenn man den Welpenbildern von damals glauben darf, dann ist die „Kleine“ unsere Bärenkopie. Das wäre einfach nur paradiesisch und so heißt sie jetzt auch: Liaison Élysée.
Nach dem flinken Trio gönnte sich Lucie eine ganze Stunde Pause. Dann fiel ihr wohl ein, daß ich einen schwarzen Rüden bestellt hatte. Mit 326g reihte sich „Black Man“ in die Reihe seiner dicken Geschwister ein und versuchte lange, möglichst unauffällig zu wachsen und zu gedeihen. Das ist schwierig, wenn man farblich hervor sticht und so beschloss er, bildschön zu werden und die Weltherrschaft an sich zu reißen. Sein Blick ist absolut hinreißend, er strahlt wie ein Stern am schwarzen Nachthimmel. Er ist ein würdiger Liaison Etoile.
„El Zorro“, nach dem „Z“ den sein Kragen auf seinem Rücken malt. Der letzte im Bunde brachte auch noch einmal 336g auf die Waage. Schnell bekam er einen weiteren Namen: „Einstein“, denn er besticht nicht durch seine bunten Beine (eins blau, eins schwarz, zwei weiß), sondern durch Klugheit und ein sehr aufmerksames Wesen. Da hat Papa Bär einen weiteren seiner Brüder kopiert: Wir werden immer wieder an Chevalier erinnert. Unter seinen Geschwistern hält er sich zurück, ist der Denker im Wurf. Sein Name ist Programm: Liaison Éminence Grise.


Mitten in der Nacht schenkte uns Lucie am 16. Januar 2016 sieben Bärenkinder. Zwischen 3:10 Uhr und 6:40 kamen ihre Welpen zur Welt. Ein Kleinstes muß wohl immer dabei sein, aber 274g sind nicht schlecht. Unsere dicke Hummel brachte stolze 346g und die übrigen Geschwister lagen auch über 310g. Alle waren sehr vital und begannen sofort, Lucie’s Gesäuge zu bearbeiten. Wir waren bei der Geburt zufriedene Zuschauer und jetzt begann wieder die schwerste Züchterarbeit: geduldig Warten!
Schnell wurde allerdings klar, daß Lucie nicht genug Milch für alle sieben Kinder hat. So verbrachte ich die erste Woche mit Zufüttern. Alle 2 Stunden rund um die Uhr bekamen die Zwerge ein Fläschchen. Sven half, so gut er konnte: Er bereitete Milch, wusch Vetbetten, kümmerte sich um die Großen … und leider hatte er keinen Urlaub. Füttern durfte ich alleine … die Winzlinge waren ihm zu zart für Männerhände 😀 Jede Fütterung dauerte ca. 1 Stunde, dann konnte ich 1 Stunde schlafen und schon ging es wieder los. Lucie übernahm die Pflege und weiterhin saugten die Kleinen auch bei ihr. Wir beide waren also wieder im Team beschäftigt.






















