Wurfplanung

Velvet und der BärIm Moment haben wir hier 3 (in Worten: drei) heiße Mädels. Die Velvette, ihre Tochter Amourette und unsere süße Bluette. Für zwei davon haben wir große Pläne und lange überlegt, ob und wer.

Die Entscheidung hat dann die Vernunft diktiert und keine der Damen wird belegt. Solange Roman und Maria hier noch fröhlich umher hüpfen, werden keine neuen Welpen auf den Weg gebracht. Das hatten wir uns von Anfang an auf die Fahnen geschrieben und nun halten wir uns auch daran. Liaison-Collies sind keine Massenware und wir keine Vermehrer – dabei bleibt es. Zeit und Kraft brauchen wir für die Sozialisierung der Kleinen und wir wollen den Spaß am Züchten behalten. So wird es im Frühjahr also keine Welpen bei uns geben …. wer auf einen Liaison-Collie in Kürze spekuliert hat, sollte sich schnell für Roman oder Maria entscheiden 😉

Auf dem Foto sieht man übrigens ein Pärchen, das nie ein Paar werden wird 😦 Bis der Bär seine Zuchtzulassung fertig haben wird, ist seine Oma Velvette schon Rentnerin. Auch wenn man es nach dem Foto von heute Nachmittag kaum glauben mag, unsere Grand-Dame wird demnächst schon 8 Jahre alt ❤

Weiter warten …

Guten Morgen … wir sind noch schwanger und die Betonung liegt auf ’noch‘ 😉

Die Nacht war etwas unruhig. Lucie wechselte zwischen Schlafen, Hecheln und Scharren. Wenn sie sich an den Ablauf ihrer ersten Geburt hält, dann haben wir noch etwas Zeit. Vor 2,5 Jahren marschierte sie am Silvesterabend zum Scharren und Hecheln in die Wurfkiste. Die Raketen um Mitternacht beobachtete sie gelassen durch das Fenster. Am Neujahrsnachmittag brachte sie dann unseren B-Wurf zur Welt.

Auch im Moment hechelt sie still vor sich hin und kann zwischendurch ruhig dösen, wenn ich bei ihr bin. Darauf achtet sie sehr … alleine bleiben möchte sie keinesfalls mehr. Aber Sven durfte noch zur Arbeit fahren. Der Rest des Rudels ist nervöser. Es liegt halt was in der Luft 😉

Nur die Ruhe!

Guten Morgen allerseits – wir brüten noch 😉

Nach einer ruhigen Nacht hat Lucie auch das Frühstück komplett verspeist, nicht ganz so hastig, wie sonst – aber der Napf war sauber geschleckt. Ich bin jetzt über jedes Gramm froh, daß noch über die Blutbahn direkt in die Welpen transportiert wird. Der Umweg über die Muttermilch wird noch lange genug sein. Lucie hat ein pralles Gesäuge entwickelt, erste Tröpfchen kann man schon leicht ‚melken‘.

Nun ja, wenn die Kleinen nach ihrer Mutter kommen, wird sie reichlich Milch brauchen … wir warten auf kleine Fresssäcke!

Lucie ist heute etwas unruhiger, als die letzten Tage. Wenn ihre Züchterin recht hat, dann  ….. nur die Ruhe!

Geduld, Geduld

Lucie am 01.Juli 2014

Lucie am 01.Juli 2014

Was tun eigentlich die anderen Züchter in den Stunden vor der Geburt? Das wüßte ich wirklich gerne 😉 Aus diesen Stunden können ja gerne mal ein paar Tage werden. Ich bringe es ab dem 58. Tag nicht mehr fertig, die Hündin allein zu Hause zu lassen. Also gehe ich nicht mehr arbeiten. Der Haushalt freut sich. Jetzt habe ich schon wieder für Wochen im Voraus gewaschen und gebügelt …

Ja … Lucie darf demnächst frisch gekochte und geplättete Laken zerreißen. Die Wurfkiste steht längst und alles was man sonst so braucht, liegt bereit. Madame liegt auch, eher breit – und brütet. So nannte es jedenfalls unsere Tierärztin beim Ultraschall „sie brütet“! Bis dahin war ich mir gar nicht so sicher, daß unser Ausflug erfolgreich war. Nachzulesen hier: https://liaisoncollies.wordpress.com/die-reiseberichte-2/budapest-im-juni-2014/

Diese Trächtigkeit war anders als die von A, B und C. Lucie war total cool. Im Nachhinein hat sie alle Anzeichen gezeigt, an denen man so eine erfolgreiche Bedeckung erkennen kann: Sie war sanfter und noch verschmuster. In der 3. Woche war sie etwas weniger gierig beim Füttern und hatte wohl auch mal Sodbrennen. Ihr Gesichtsausdruck wurde wieder so wundervoll sanft und weich. Sie hechelte sich durch die Senkwehen bei hochsommerlichen Temperaturen. Es war alles da … und doch war es anders. Bisher hatten wir nur Würfe von Erstlings-Mädels und die waren unsicher, nervös und übertrieben maßlos! Lucie bekommt ihre zweiten Welpen und sie ruht so wissend in sich, einfach schön.

Nun ja, es ist alles bereit. Die Zwerge strampeln munter unter der Bauchdecke. Lucie hat sich ganz entspannt die langen Haare unter dem Bauch schneiden lassen und von alleine umgelagert, damit ich das an beiden Seiten gleichmäßig machen konnte. Grad liegt sie auf meinen Füßen. Ob sie mich hindern will, schon wieder etwas zu putzen, zu räumen, zu … ? Recht hätte sie! Genießen wir einfach die letzten Stunden vor dem großen Sturm und ruhen und schlafen auf Vorrat 😉

Nomen est omen: Le Chevalier

ChevalierErinnert sich noch jemand an Maurice Chevalier? Bevor die jüngere Generation nun die Suchmaschinen bemühen muß: Er war ein begnadeter Schauspieler und Chansonsänger Mitte des vergangenen Jahrhunderts (ich fühle mich gerade sehr alt). Einen zumindest talentierten Schauspieler haben wir hier im blauen Pelz. Sein Debüt gab er kurz nach der Geburt in der Rolle als Mädchen. Dabei konnte er mich tatsächlich die ersten Tage täuschen 😉 Seine musikalischen Talente bleiben aber hinter unserem Chopin zurück. Dafür kam mir spontan ein französisches Kinderlied in den Sinn, als wir über seinen Namen nachdachten: „Chevaliers de la table ronde goûtons voir si le vin est bon ….“ Ok, in unserem Fall geht es eher um Muttermilch, als um Wein. Dafür ist er da aber ausgesprochen trinkfest 😉  unser

Liaison Chevalier

Ob er sich künftig ritterlich (entsprechend der Übersetzung seines Namens) durchs Leben schlagen wird, bleibt abzuwarten.  Im Moment liegt er lieber unter der Kuscheldecke und träumt von künftigen Heldentaten. Tatsächlich liegen oft nur vier Welpen in der Wurfkiste und eine Beule im Vetbed verrät uns, wo der fünfte liegt. So ist zu erwarten, daß unser Chevalier später mit im Bett schlafen möchte – oder zumindest mit Gute-Nacht-Kuss gut zugedeckt wird 😀

 

 

Nomen est omen: Chagall

ChagallAls ich diesen kleinen Kerl gemeinsam mit seiner Mama von seiner Eihülle befreit hatte, war ich erst einmal sprachlos. Sven erwartete von mir eine erste Beschreibung, um die Welpen besser unterscheiden zu können. Mehr als ‚blau  – Rüde – mit komplettem Kragen‘ kam nicht. Daß er, wie seinen Mama auch, einen halben schwarzen Gürtel trägt, konnte ich an dem feuchten Welpchen noch nicht sehen. Jetzt wäre zu klären: Hat er seinen Tricolor-Anteil großzügig an seine Schwester abgegeben, oder gibt es auch blaue Flecken bei den Blue-Merles? Fakt ist: er ist nicht heller oder silberner, als seine Brüder, er ist nur weniger schwarz. Damit scheidet die Verwendung von Bleichmittel an der Wurfkiste definitiv aus 😀 Ich mag seinen kleinen Schönheitsfleck an der Nase und das kecke schwarze Ohr.  Das kleine Plüschknäuel sieht aus wie gemalt und für dieses Kunstwerk mußte einer von den ganz Großen zuständig gewesen sein. Voller Sachverstand ordneten wir ihn sofort der blauen Phase von Marc Chagall zu. So hatte er als erster im Wurf seinen Namen:

Liaison Chagall

Als ursprünglich Kleinster im Wurf hat er sich geschickt nach vorne gearbeitet. Nicht nur viel Trinken macht dick, viel Schlafen dazu auch! Während seine Geschwister sehr früh recht agil durch die Wurfkiste rutschten, hat er sich hoch geschlafen (auf der Gewichtstabelle natürlich). Er ist fast immer gemeinsam mit seiner Schwester zu beobachten, bestimmt, weil sie seine schwarzen Flecken hat 😉 Selbst an der Milchbar liegen sie fast immer neben einander! Chagall ist ein netter freundlicher Welpe und insgesamt eher von der gemütlichen Sorte.

Weil ich ihn nicht 6x alleine mit der Kamera erwischen konnte, wie seine Brüder, darf er 3 Bilder mehr in dieser Diashow haben!

Nomen est omen: Chopin

Chopin, der kleine Geniesser

Chopin, der kleine Geniesser

Wir hatten bisher in jedem Wurf einen ‚Pressesprecher‘. Dieses Mal ist es nicht nur ein ‚Erzählbär‘ sondern ein wahrer Künstler. Schon nach wenigen Tagen amüsierte er unsere Anrufer im Hintergrund. Was dieses Kerlchen an lustigen freudigen Tönen hervorbringt, daß ist nicht nur Repertoire, das ist wahre künstlerische Neuschöpfung. Er ist nicht laut oder lästig, sondern gibt wirklich niedlichen Singsang von sich. Er mußte den Namen eines großen Komponisten bekommen. Weil wir bei C sind, bot sich Frédéric Chopin direkt an. So wird auf seiner Ahnentafel stehen:

Liaison Chopin

Daraus wurde bei uns ganz schnell ein liebevolles ‚Freddy‘, weil es perfekt zu ihm paßt. So wie er auf den Fotos aus dem süßen Pelz schaut, so ist er: vorwitzig und keck. Er ist immer der letzte, der einschläft und der erste, der aufwacht – man könnte ja was verpassen 😉 Bei der Kleiderausgabe vor der Geburt hat er zu einem absolut passenden Pelz gegriffen: Die schwarzen Kontraste in direkter Nachbarschaft zum weißen Kragen und Bauch machen ihn einzigartig und auffällig – als würde sein Gesang nicht reichen, um unvergesslich zu sein. So wirkt der ganze Welpe kräftig bunt gefärbt und gar nicht ‚grau‘ … und ich liebe seine lange Rute, die vor dem weißen Pinsel einen breiten schwarzen Streifen hat. Freddy … äh … Chopin ist ein Traum von einem Welpen: kräftig, neugierig und ein klitzekleines bißchen naseweis.

Nomen est omen: Der Charmeur

Es wird Zeit, die Namen unserer ‚Kinder‘ öffentlich zu machen! Ich bin schon verwirrt, wenn ich am Telefon über Rüde 1, 2, 3 oder 4 sprechen soll, denn die Reihenfolge habe ich nicht mehr sofort parat. Die Zwerge haben Namen 😀 Aus unserer großen Liste haben wir ausgewählt, was am besten zum jeweiligen Welpen paßt. Dazu dachte ich mir ein paar Einzelbilder – und schon geriet das Projekt in weite Ferne. Die Wusels einzeln zu fotografieren, ist fast nicht mehr möglich. Die einzige Chance habe ich, wenn sie futtern oder schlafen. 😉

Charmeur

Charmeur bittet um mehr Tatar 😉

Nun denn, hier ist der erste Blauling im Porträt. Dieser junge Mann ist der freundlichste Welpe, den man sich vorstellen kann. Er ist immer nett, spielt mit seinen Geschwistern, rüpelt selten, frißt gut und kleckert nicht 😉  Er macht seinen beiden Mamas nur Freude. Sein bester Kumpel ist der Freddy, den stelle ich morgen vor (wenn ich Bilder schaffe). Dieser charmante Herzensbrecher  konnte nur einen Namen bekommen: Liaison Charmeur

Er drängelt sich nie in den Vordergrund, ist aber trotzdem immer präsent und sehr aufmerksam. In einem größeren Wurf könnte man ihn glatt übersehen, wäre da nicht seine fantastische Zeichnung. Er ist wundervoll blau, wie alle Jungs. Ich finde seinen Ausdruck zuckersüß und bin wahnsinnig verliebt in seine Ringelsocken. An beiden Vorderbeinen folgt auf das Weiß an den Füßen erst Schwarz und danach Blau. Bei seiner Augenfarbe bin ich mir noch nicht ganz sicher und verspreche besser nichts.

 

Geheimnis gelüftet

StehcafeBei den Bildern aus der 3. Woche habe ich 3 unterschlagen, weil sie einen eigenen Beitrag wert sind 😉

Dat Rettich hat uns den Weg gezeigt, wie wir Collies mit schönen langen Rücken züchten können, weg von dem modernen quadratisch-praktisch-gut. Des Rätsels Lösung lautet: Dehnen und Strecken! Dazu stillt Mama ihre Welpen etwa jedes zweite Mal nicht mehr im Liegen. In Liegeposition sind die 5 Köpfchen eh inzwischen so dick, daß dazwischen kein Platz mehr für Pfötchen und Milchtritt bleibt. Während Lucie in dieser Phase zum Sitz-Stillen überging, trainiert Dat Rettich seine Kinder auf lange Rücken und die ersten Ergebnisse sind schon beachtlich, wie man an den folgenden zwei Bildern sieht! Wir sind sehr stolz auf so eine kluge Mama! 😉

 

C-Wurf 3. Woche

Hey Du!Die 3. Woche ist ein echtes Zwischending. Quasi über Nacht können die Zwerge sicher laufen. Augen, Ohren und Nase funktionieren, es sind schlagartig kleine Hunde und keine Meerschweinchen mehr. Unmöglich das zu dokumentieren, unmöglich zu sagen, welcher Welpe was zuerst …. Am Ende der 3. Woche wird man als Mensch von den Zwergen wahr genommen und bei uns wird direkt positiv verknüpft: Menschen bringen leckeres Futter und Streicheleinheiten 😉 Ganz überraschend fallen sie nicht mehr von der Zitze direkt in den Tiefschlaf, sondern sie spielen, erforschen sich und die Geschwister. Im ersten Moment meint man, sie sind nicht satt geworden. Stubenrein sind sie auch schon fast: es gibt eine bevorzugte Pipiecke 😀

Lachende Welpen

Was sollte also das Fotothema dieser Woche werden, nachdem wir Farbverteilung und Köpfchen schon hatten? Ja klar! Die kleinen neuen Milchzähnchen hatte ich mir vorgenommen. Winzig klein und abartig spitz schieben sich die Beißerchen in die Mäulchen. Weil es ewig dauert, wenn man auf Gähnen wartet, habe ich den Zwergen lustige Geschichten erzählt 😉 Eine Otto-Show auswendig aufgesagt und sie haben sich am Boden gerollt vor Lachen. Behaupte jetzt keiner, meine Welpen wären frühjahrsmüde …. die waren am Lachen! Jawoll ja!

Sandkastenliebe

Ich hatte sie letzte Woche schon gezeigt: Die Bilder von unserem Pärchen. Der Vollständigkeit halber sind sie hier nochmals dabei – und noch ein paar mehr von unserem Liebespaar.

Warten auf Mama

Neu ist nun auch, daß die Zwerge am Eingang stehen und auf Mama warten. Ich vermute, sie würden ihr auch gern schon entgegen laufen. Jedenfalls bilden sie schon mal eine Hühnerleiter, damit wenigstens einer über den Rand klettern kann 😉 Das Feintuning dafür stimmt zum Glück noch nicht so ganz. Ein Bild davon und jede Menge spielende Welpen gibt es in der letzten Galerie für heute. Ich konnte mich mal wieder nicht für weniger entscheiden 😉