C-Wurf 2. Woche

Füße duftenDer Text zur zweiten Woche ist schon da, hier die passenden Bilder …. ungesüßten Kaffee dazu nicht vergessen 😉

Dieses Mal habe ich nicht nach Wochentag sortiert, sondern es etwas ’nach Welpe‘ versucht. Das war dann doch nicht so ganz einfach, weil die Jungs sehr gerne zusammen liegen.

So wie es in der ersten Woche hauptsächlich um die Verteilung von Farben ging, habe ich diese Woche den Schwerpunkt auf die kleinen Köpfchen gelegt … klar: wegen der blitzenden Äuglein 😉 So ganz komme ich trotzdem nicht davon los, die Füßchen zu fotografieren. Bei Welpen faszinieren die mich wirklich besonders 🙂

Fort-Schritte und Augen-Blicke

Hiermit erkläre ich die zweite Lebenswoche der Welpen zu meiner Lieblingswoche 😉

Rückenschwimmen2Die Mutterhündin ist vom Geburtsstreß erholt, erledigt ihren Job instinktsicher und erste Routinen sind etabliert. Auch die menschliche Mama ist von den Sorgen in den ersten Stunden befreit und erledigt ebenso instinktsicher und routiniert ihren Job: Mama füttern, Vetbed waschen, Welpen wiegen … hach … nur schön!

Bei so viel Instinktsicherheit und Routine können die Zwerge gar nicht anders, als zu wachsen und zu gedeihen. So kommt es dann zum ganz großen Kino: Die Welpen rutschen nicht mehr auf dem Bauch durch die Kiste, sondern nutzen zunehmend auch ihre Hinterbeinchen. Nun ist so ein weiches Vetbed nicht unbedingt der beste Untergrund, um Laufen zu lernen. Aber man fällt darauf auch wunderbar weich und das taten unsere Zwerge in der 2. Woche reichlich 😉 Fällt man überraschend dann mal doch nicht um, gibt es Teil 2 der Kino-Show: Wie im Zeichentrickfilm dreht der Antrieb bei den Welpen durch und sie schiessen geradeaus durch die Kiste, bis zum Ende. Stoppschilder sind keine aufgestellt. Ganz großes Kino und sooooo süß. Auf Fotos sieht man dann leider nur umgestürzte Welpen in Bauch- oder Seitenlage, also scheinbar alles wie immer.

BlinzelnWas man auf Fotos früher sieht, als in natura, das sind die ersten Lichtreflexe zwischen den Augenlidern. Ab dann ist Blitzlicht im Welpenraum verboten! Die Kleinen sollen einen guten ersten Eindruck der sichtbaren Welt bekommen. Aber die Sonne konnte ich ihnen durchs Fenster schon zeigen. Kurzer Umbau und zwei bunte ‚Ersatzgeschwister‘ für Naturlicht-Bilder, ohne auf dem Boden rutschen zu müssen. Die Reaktionen auf den Umzug waren spannend: Von aufgeregtem Welpenpiepsen, über Protestgebell 😀 bis zu entspannter Gelassenheit war alles dabei. Der Rest des Rudels schlug allerdings sofort Alarm und so haben wir die letzten Beiden dann doch nur noch schnell gemeinsam geknipst.

Auge rechts 1Ganz spannend wird es nun für die blauen Jungs. Ihre Augenfarbe kann sehr unterschiedlich ausfallen: blau oder braun, ja oder beides, also ein braunes und ein blaues Auge. Vielleicht bekommen sie ja auch Augen wie ihre Mutter und ihr Onkel: braun mit blauen Sprenkeln. Da haben wir damals beim ersten Blitzen auch nur blau gesehen …. seeeeehr spannend und die Augenfotos habe ich vergrößert bis es nicht weiter ging, weil ich so neugierig bin. Dem kleinen unglaublich silberblauen Kerlchen hatte ich schon kurz nach der Geburt zwei strahlend blaue Augen gewünscht. Es könnte sein, daß dieser Wunsch sich erfüllt.

Ach ja, ich konnte mich mal wieder nicht für einige wenige Bilder entscheiden. Also werde ich jetzt noch ein Weilchen Fotos hochladen und wieder eine Bildergeschichte daraus machen. Kommt also gerne später noch mal vorbei 😀

C-Wurf 1. Woche

2 Tage 1Das wird eine Bildergeschichte. Die aktuellen Berichte sind ja schon da und die Fotos haben es von der Kamera auf den PC geschafft 😉 Dann wollten die Fotos ausgewählt und bearbeitet werden. Wenn ich die in Originalgröße in den Blog stelle, ist mein Datenvolumen zu schnell erreicht. Aber das schlimmste war wirklich die Auswahl. Dabei habe ich mir bei jedem Foto die Frage gestellt, ob das überhaupt jemand sehen will. Na ja, die Antwort war meistens JA. Die späteren Besitzer stöbern hier vielleicht gerne und ich sowieso. Nur zur Sicherheit: Diese Fotos sind für Diabetiker nicht geeignet! Holt Euch einen ungesüßten Kaffee und genießt die erste Woche der Radieschen in Bildern. 😉

Mit einem Klick auf ein kleines Bild öffnet sich die Diashow des jeweiligen Tages – so ein klein wenig sortiert habe ich dann ja schon!

Am ersten Tag gab es außer den 3 Schnappschüssen keine Fotos. Wir alle waren doch recht ‚platt‘. Am zweiten Tag habe ich schon ab und an mal was für die Familienchronik getan:

Die folgenden Bilder sind vom vierten Tag. Ich finde, sie sind schon gewachsen 😉

Mit 8 Tagen haben sich die Zwerge schon ordentlich verändert. Man kann ahnen wie rasant das weiter gehen wird.

Welches Bild hätte ich davon weg lassen sollen? Ich konnte mich wirklich nicht entscheiden – und es wird ja niemand gezwungen, die alle anzuschauen 😉

SuchbildEin Suchbild noch, dann reicht’s für heute …

Aktuell noch schnell:

Alle sind gesund und munter und haben ihre Geburtsgewichte verdoppelt 😀

Mutterfreuden

Das wichtigste zuerst: Mutter und Kinderlein sind wohlauf. Die Zwerge wachsen und gedeihen. Wir sind sehr zufrieden.

P1130194Wie zufrieden die Mama ist, sieht wohl jeder auf diesem Bild 😉 Ich glaube ihr die Erschöpfung und den dezenten Frust. Mein fröhliches, springlebendiges Mädchen ist an die Wurfkiste gefesselt. Die Hormone fahren Karussell, der Bauch tut weh, die Welpen ziepen am Gesäuge … Ich verstehe sie so gut.

Ich hätte sie gern öfter in der lauen Frühlingssonne, aber länger als für das Notwendigste mag sie die Kleinen nicht alleine lassen. Also bin ich auch ganz viel bei ihr, erzähle ihr, wie toll sie das macht und wie sehr ich sie liebe – sowieso und für diesen Job noch mehr.

Dat Rettich ist eine tolle und fürsorgliche Mama. Sie hält sich, die Welpen und die Wurfkiste sauber. Ihre Instinkte sind intakt und sorgen dafür, daß sie alles notwendige für ihre Babys tut. Ihre Instinkte sorgen sogar dafür, daß sie Dinge tut, die ihrem Wesen völlig widersprechen. Ihr Gesichtsausdruck wird mir ewig in Erinnerung bleiben, als sie zum ersten Mal das Bäuchlein eines Welpen putzte und seine Ausscheidungen auf der Zunge hatte. Die Prinzessin war komplett entsetzt und angewidert – und doch macht sie ihren Job, sauber und akribisch.

P1130199Zum Dank gönnt sie sich kleine Belohnungen 😉 Sie trinkt z.B. seit der Geburt kein Wasser mehr, zumindest nicht, wenn ich es sehe. Da dringend Flüssigkeit in den Hund muß, serviere ich Welpenmilch aus der Katzenschale, täglich mindestens ein Liter und Majestät trinken im Bett 😀 Den Wassernapf fülle ich trotzdem immer wieder frisch und nach der ‚Verdunstungsmenge‘ zu urteilen, leben wir hier auf einem Vulkan. 😉

Gut warm ist es natürlich! Die Heizung steht auf volle Kraft und eine Rotlichtlampe sorgt für zusätzliche Wärme. Die Welpen können in den ersten Tagen ihre Körperwärme noch nicht selber regulieren. Da es in der Natur weder Heizung noch Rotlicht gibt, werden die meisten Tiere in engen Höhlen geboren. Die Körperwärme der Hundemütter dient dort als Heizung. Dazu steigt die mütterliche Temperatur auf über 39°C. Das in Verbindung mit der modernen menschlichen Technik macht es perfekt für Welpen und zu einer Qual für die Mütter. Sie hecheln wie nach einem Marathonlauf! Auf Bildern aus den ersten Tagen sehen die Hündinnen immer aus, als hätten sie die Worte Stolz und Mutterfreuden gerade selbst erfunden. Die grinsen nicht glücklich in die Kameras der zufriedenen Züchter – die hecheln heftigst, um sich wenigstens etwas Kühlung zu verschaffen! So gesehen gefällt mir das entspannte Bild vom Anfang wieder richtig gut 😉

Schon 4 Tage alt

P1130172Kaum zu glauben, die Zwerge sind schon 4 Tage alt. Mama und Kinderlein sind wohlauf. Alle futtern und schlafen …. von beidem viel 😉 Erste Routinen spielen sich ein, das Besondere wird Alltag. Beachtlich finde ich die unbeteiligten Großen. Man könnte fast glauben, daß sie rücksichtsvoll wären. Nachdem ich aber erst kürzlich zu Vorträgen bei Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck war, weiß ich, daß hier besondere Hormone und vor allem Pheromone in der Luft liegen.Während der Geburt war ja die Velvette kaum zu halten. Ganz offensichtlich wollte sie ihrer Tochter beistehen. Zwei große Collies in der Wurfkiste waren uns dann aber doch zu viel.

P1130175Inzwischen hat sie sich beruhigt … dafür wohnt Lucie vor der Tür des Wurfzimmers. Couwie bewacht die Haustür, Velvette sichert die Terrasse. Die Jette flitzt von einem zum anderen beim geringsten Anzeichen, zwecks Unterstützung. Sie hat die mit Abstand tiefste und grummeligste Stimme hier. Trotz all dieser Wachposten ist es bei uns sehr ruhig. Selbst der Postbote kriegt nur zwei kurze Wuff als Begrüßung. Ich bin sehr fasziniert von solchen Beobachtungen.

Ein Missverständnis muß ich noch aufklären: Heute bekam ich eine Mail, die etwa so begann: …. ich möchte Sie nicht auch noch mit einem Anruf stören, aber …

Oh bitte! Da habe ich mich sehr missverständlich ausgedrückt! Ich freue mich über Anrufe und sage auch direkt, wenn es grad nicht so gut paßt. Ich wollte nur am Wochenende nicht stündlich wieder von der Geburt erzählen und deshalb schnell Bericht und Fotos bloggen. Also, ran ans Telefon. Wir freuen uns über Interesse an unseren Zwergen 😀

Ein Bund Radieschen, bitte!

P1130137Während Mama Rettich eine verdiente Stärkung zu sich nahm, habe ich ganz schnell den Paparazzo gegeben und diese Hand voll Pelzchen abgelichtet … dazu 3 Einzelfotos pro Zwerg und schon stand Mama wieder bereit für ihren Job. Bei Sichtung des ‚Materials‘ , na ja , guckt es Euch an …. Das hier ist zum Glück kein Fotoblog, nur eine kleine Dog-umentation unseres Alltags, der gerade mega spannend ist!

P1130159‚Ladys first‘ haben die blauen Herren schon bei der Geburt gedacht und der schwarzen Lady gerne die schwere Aufgabe der Wegbereitung durch den Geburtskanal überlassen. Dat Rettich hat sie mir aus dem Stand tatsächlich in die Hände geworfen und sofort hatte sie einen ersten Namen: Klein-Velvet. Tatsächlich mußten wir sofort an ihre Oma denken.

Geburtszeit: 14:23 Geburtsgewicht: 302g und 19,5 Stunden später 308g

P1130147Nummer 2 hat sich schon in den ersten Sekunden des Lebens als Clown entpuppt. Mit vorgehaltener Nabelschnur zwischen strampelnden Beinchen habe ich tatsächlich auf den ersten Blick ein Mädchen gemeldet. Ohne die Pflicht zur Wurfmeldung an den Verein hätte ich auch nicht heute alle nochmals inspiziert. Gesund und kräftig sind viel wichtiger, als die Zuordnung zu den Geschlechtern. Nun also, die Nabelschnur ist abgefallen und darunter sitzt die Pistole, die ihn zum Blaumann macht.

Geburtszeit 15:38 Geburtsgewicht: 326g und 18,5 Stunden später grammgenau so.

P1130149Nummer 3 hat seine kleine Pistole sofort präsentiert und ist auch ansonsten sehr präsentabel 😉 Der kleine Mann besticht aber nicht nur mit seiner perfekten Zeichnung. Er ist der Kleinste und der Agilste im Wurf! Am liebsten wäre er schon in der Fruchtblase an die Milchbar gerobbt. Von seinen größeren Geschwistern läßt er sich nicht beeindrucken und beim Wiegen fehlten ihm ja 2 Stunden, die er später geboren war.

Geburtszeit 16:02 Geburtsgewicht: 248g nach 18 Stunden fehlten davon 8g

P1130151Nummer 4 macht unseren Wurf so richtig bunt. Ein kräftiges Kerlchen mit einem schwarzen linken Hinterbein. Das eigentlich Auffällige ist aber sein zartes Stimmchen. Der kleine Wicht hat ein großes Mitteilungsbedürfnis 😉 Anscheinend gehört in jeden Wurf ein Pressesprecher. Das hatten wir die letzten Male auch und es ist einfach nur süß. Unsere Anrufer heute hatten viel Spaß an seinen Kommentaren.

Geburtszeit 16:55, Geburtsgewicht: 288g und nach 17 Stunden sogar 2g mehr

P1130155Nummer 5 reiht sich nahtlos ein. Ein wunderschöner Blaumann mit komplettem Kragen, der am linken Vorderbein einen schwarzen Stiefel trägt. Ihn haben wir 3x gewogen und uns beide verwundert die Augen gerieben. Er hat tatsächlich unglaubliche 14g in den ersten 16 Stunden seines Lebens zu genommen. So darf das gerne weiter gehen!

Geburtszeit 17:40 Geburtsgewicht 270g, nach 16,5 Stunden 284g

Velvette ist Oma!

P1130122Ihr Lieben, ich freue mich riesig über die Anrufe und Glückwünsche! Aber wenn Ihr Bilder sehen wollt, dann gebt mir doch bitte die Zeit, sie hoch zu laden 😉

Seit Freitag Nachmittag wimmelt ein buntes Bund Radieschen durch die Wurfkiste. Amourette hat recht entspannt 5 süßen Kindern das Leben geschenkt. Klar hatte es das erste Welpchen etwas schwerer, mußte den Weg öffnen für ihre Geschwister. Dann ging es sehr entspannt weiter. Dat Rettich und ich haben Hand in Schnauze gearbeitet und ein Baby ausgepackt. Die Nabelschnur habe ich ihr zum durchtrennen hin gehalten, sie hat ihr Kind geleckt, ich habe gerubbelt … Teamwork, als hätten wir das geübt. Ganz wichtig war Sven. Wenn er nicht gefragt hätte, was es ist … ich hätte nicht geschaut. Wichtig war nur gesund, kräftig und trocken! Sven hat dann die Liste geführt, die Kleinen gewogen, Besonderheiten notiert und die Mama gestreichelt. Dann war kurze Zeit zum Durchschnaufen und Freuen bevor das nächste Baby sich mit Preßwehen ankündigte. Im Schnitt hat sie stündlich einen Welpen geboren und so lief alles wirklich sehr stressfrei ab.

Leider kam der sechste und letzte Welpe tot zur Welt. Ein bildhübscher  blauer Junge mit 308g, aber er tat nicht einen einzigen Atemzug. Wir haben alles menschenmögliche getan, ihn ins Leben zu locken und zu zwingen. Dat Rettich hat ihn angeknurrt …. auch wenn mir gerade wieder die Tränen in die Augen schießen, es gehört wohl zum Züchterdasein dazu.

Auf Amourette bin ich riesig stolz. Sie hat sehr instinktsicher mit mir zusammen gearbeitet, ich konnte ihr immer den Vortritt lassen. Nur bei den Nabelschnüren habe ich sehr darauf geachtet, daß meine Finger an der Baudecke waren und sie nicht zu kurz oder zu heftig abreißt. Na ja, und meine Tücher machen einfach trockener, als eine feuchte Hundezunge. Ich durfte aber gerne Nachsorge betreiben. So eine Geburt verbindet mich immer besonders mit der Hündin ♥

Für die ersten Fotos war die Kamera mal wieder verboten! Startbild dieses Beitrages ist deshalb der einzige ’scharfe Schuß‘.   😉  Ein paar Handy-Bildchen aus der Tarnung hier noch für die Bildersüchtigen.

Notieren wir also als Tag der Geburt den 28.02.14 … als Zahlenfachfrau bin ich auch davon begeistert, ein wirklich schönes Datum.

Zahlen, Daten und mehr Fotos kommen gleich. Jetzt muß dieser Beitrag schnell in die Welt, denn das Telefon klingelt schon wieder und ich mag nicht durchgehend die Geburt erzählen, auch wenn ich mich wirklich sehr über die neugierige Anteilnahme freue!

Tag 62 gibt es nicht ;-)

Guten morgen, Welt – wir sind da!

Gestern Mittag überraschte mich Dat Rettich mit dem Bedürfnis, halbstündlich Blase und Darm entleeren zu wollen. Sehr angenehm auf durchgeweichten Wiesen und ich hoffte doch sehr, daß mir das wenigstens in der Nacht erspart bleiben würde. Mein liebes Mädchen erhörte meinen Wunsch und leitete ohne große Übergänge die Preßwehen ein. Sven schaffte es gerade noch so, von der Arbeit nach Hause zu kommen. Eine Geburt ohne Cheffe ist in unserem Hause nämlich völlig undenkbar! 😀

So endet diese Kategorie über die Trächtigkeit von Amourette jetzt mit einem Happy End. Sie schenkte gestern 5 gesunden Welpen das Leben und über Geburt und Entwicklung werde ich dann auch hier scheiben. Los geht es, wenn ich mich von der Wurfkiste losreißen kann …. verzeiht mir!

Eins muß ich noch berichten: Heute morgen war wieder unser Landtierarzt da für das Oxytocin. Er war mehr als überrascht, wie schlank mein Rettich-Mädchen ohne Welpenbauch jetzt wieder ist 😉

… jetzt gehe ich den Zwergen beim Wachsen zuschauen *wink*

Tag 61 und Wahrscheinlichkeiten

Guten Morgen, Welt – wir sind noch schwanger!

Dat Rettich hat seit gestern Mittag die Nahrungsaufnahme halbiert. Sie frißt mir zu liebe ein paar Happen, den Rest überlässt sie großzügig dem Rudel. Immerhin frißt sie noch, auch das Frühstück heute morgen blieb noch nicht unberührt. Vermuten wir also, daß wahrscheinlich weniger in den Hund rein paßt, weil sich die Radieschen immer mehr ausbreiten 😉 Solange sie noch futtert, steht die Geburt wahrscheinlich noch nicht unmittelbar bevor. Es soll Hündinnen geben, die noch 2 Stunden vor der Niederkunft reichlich gespeist haben, aber die meisten verweigern. Selbst unsere Freßmaschine Lucie hat vor 2 Jahren am Tag vor der Geburt zum letzten Mal das Frühstück genommen.

Während ich das schreibe, kommt die Post. Um die Aufregung geringer zu halten, bilden wir mal wieder einen Futterkreis. Dabei stehen alle Hunde im Kreis um mich herum und kriegen nacheinander ein Körnchen Trockenfutter in den Mund geschoben. Solche Futterkreise konzentrieren die Collies so sehr auf mich, daß um sie herum unbemerkt die Welt untergehen könnte! OK, an Silvester nehme ich Chips anstelle der Preßkügelchen aber dann wirkt es auch da. Sehr oft machen wir das nicht, weil besonders Lucie und Jette vor Begeisterung ihre Zähne nicht immer unter Kontrolle haben und meine Finger anschließend glühen 🙂 Dat Rettich hat sich ganz selbstverständlich in diesen Kreis eingereiht ….

Wahrscheinlich werden in den nächsten Stunden also keine Radieschen ans Licht der Welt kommen. Ich hatte es gehofft, weil die Nacht doch sehr unruhig war. Jede Stunde ist Madame aufgewacht, hat ihre Laken zerscharrt, sich geputzt und gehechelt. Auch jetzt liegt sie wieder hechelnd in ihrem Lager.

Wahrscheinlich wird sie uns überraschen 😉 Die Temperaturmessungen haben wir gestern schon eingestellt. Wir waren beide davon genervt, 3x am Tag das Thermometer in den Allerwertesten zu schieben. Die Niedrigtemperatur, an die die Züchter so doll glauben, die sagt doch nur, daß wahrscheinlich innerhalb der nächsten 12-24 Stunden die Geburt beginnt. Ja und? Hier ist alles vorbereitet und entspannt. Wahrscheinlich sind die Kleinen innerhalb der nächsten 5 Tage da und soviel Geduld bringen wir dann wahrscheinlich auch noch auf. Wir sind doch erst seit 60 Tagen neugierig 😀

Tag 60 und die Ernährung

Guten Morgen ,Welt – wir sind noch schwanger!

Ganz ehrlich, ich freue mich über jeden Tag, an dem ich die kleinen Radieschen noch über den Filter des mütterlichen Blutkreislaufes ernähren darf. Wenn sie erst mal da sind, ist mein Einfluß zwar über die Muttermilch auch noch gegeben, aber unmittelbarer und gleichmäßiger passiert es nun mal inside 😉 …. und ich gestehe: Ich bin ein Fütterer! Es macht mich glücklich, wenn alle freudig mampfen und gut verdauen. Die Höchststrafe für mich wäre ein mäkeliger Hund mit Reizdarm!

Über die Ernährung nehme ich Einfluß auf das Wohlbefinden und die Gesundheit. Inzwischen gibt es schon Studien über den Zusammenhang von bestimmten Nahrungsmitteln mit Verhaltensauffälligkeiten.

Klar, „der Mensch ist, was er ißt“ – kennt jeder und warum sollte das nicht für unsere pelzigen Mitbewohner gelten? Genauso „Liebe geht durch den Magen“ 😉 Meine Lieben werden nicht mit vertrocknetem Gebrösel aus Pflanzenabfällen und Tiermehl ruhig gestellt. Hier gibt es richtiges rohes Fleisch, Gemüse, Nudeln, Milchprodukte, Öle und normalerweise auch Knochen. Die Verdauung von letzteren mute ich einer tragenden Hündin aber dann doch nicht mehr zu. Diese gesunde Nahrung fressen alle mit Begeisterung.

So wie Menschenkinder sich über einen Besuch bei Fast-Food-Ketten freuen, so glücklich sind meine Collies bei Trockenfutter als Leckerchen. Warum auch nicht? Es sind ja genügend Lockstoffe drin, sonst würde kein Fleischfresser diesen Ersatz akzeptieren. Aber wer ernährt sich selber denn stets und ständig nur gesund und sinnvoll? Als gute ‚Mutter‘ gebe ich ihnen aber auch dabei nicht den letzten Dreck ….

Muß ich erwähnen, daß auch die Welpen hier so gefüttert werden? Sie werden alles kennen lernen, von Trockenfutter und Dosennahrung bis Tatar. Gut, Kaviar werden sie nicht bekommen, aber wir geben sie auch nicht zu Menschen, die so etwas ekliges füttern wollen! Die Futterakzeptanz wird durch die Vielfalt jedenfalls verbessert. Leider haben wir gar keinen Einfluss darauf, was das Leben ihnen später in den Napf beschert. So sind sie wenigstens besser vorbereitet.

Also, das Frühstück hat Madame wie gewohnt gefuttert. Jetzt liegt sie in der Sonne und tankt Vitamin D – vielleicht genießt sie auch nur das Vogelgezwitscher. Die kleinen Radieschen dösen auch in den Sonnenstrahlen. Ich freue mich schon auf das abendliche Strampeln unter der Bauchdecke!